Habe gelesen, bei einer Zerrung kann evtl. ganz langsames Joggen hilfreich sein. Die verletzte Stelle wird besser durchblutet, was für die Heilung förderlich sein soll. Habe ich noch nie ausprobiert.
Doch in der Mittagspause spürte ich bei einem Gang durch die Innenstadt, dass dieser gut tat.
Also wagte ich ein kleines Ründchen im Trimmwald am Töppersee.
Die ersten Schritte ging ich, bevor ich zu laufen begann. Das war vielleicht ein Geeiere. Die verletzte Stelle war sehr steif und tat bei jedem Schritt ein bißchen weh, aber nicht so, dass ich das nicht aushalten konnte. Ich lief vorsichtig weiter, immer bereit, jederzeit aufzuhören. Nach einer Runde dachte ich ans Aufgeben, eierte aber dennoch weiter. Nach 1 km ging ich dann für einige Meter. Das Bein fühlte sich besser an. Irgendwann lief ich wieder ganz langsam, es war schon ein wenig besser. Ich lief insgesamt 3 km, bis dass ich den Rest der kleinen Runde zu Ende ging. Ich habe beim Laufen jeden Schritt gespürt, aber auch, dass der Schritt am Ende ein wenig länger und nicht ganz so eierig mehr war.
Beim Gehen fühlte es sich besser an als gestern und auch Zuhause das Barfußgehen ist nun besser als gestern. Das heutige eierige Laufen hat zumindest nicht geschadet. Wenn es sich morgen nicht schlechter anfühlt, will ich es noch einmal versuchen. Vielleicht klappt es ja tatsächlich so.
Dass ich so etwas mal machen würde, hätte ich nie gedacht. Irgendwo ist es auch bekloppt. Die angefangene Serie ist nicht alles, die Gesundheit eindeutig wichtiger. Doch andere haben so auch ihre Wehwehchen überwinden können. Warum nicht auch ich?