Heute war kein normaler Arbeitstag, sondern ein Seminar stand auf dem Programm. Mein Arbeitstag fing damit erst um 8.30 Uhr statt sonst um 6.30 Uhr an. Ich überlegte, schon vorher vielleicht laufen zu gehen. Um 5.00 Uhr war es zwar schon hell, aber draußen lausig kalt und ich noch viel zu müde zum Laufen. Daher habe ich mein Laufvorhaben auf den Nachmittag verschoben.
Der Seminartag war öde und langatmig. Das ging nicht nur mir so sondern auch den anderen Teilnehmern. Es ging um operatives Controlling und Berichtswesen im NKF, so ätzend wie das Thema sich anhört, war es auch tatsächlich. Die Leiterin war noch recht jung und hatte noch nicht so viel Erfahrung dabei. Sie gab sich viel Mühe, dieses trockene Thema möglichst frisch und lebendig rüber zu bringen. Draußen schien die Sonne und wärmte die Temperaturen allmählich auf angenehm. Nach der Mittagspause konnte kaum noch einer diesem trockenen Thema wirklich folgen. Ich fühlte mich reichlich fehl am Platze. Doch mein Highlight in Form meines Laufes stand mir ja noch bevor und je öfter ich aus dem Fenster sah, desto mehr freute ich mich darauf. Eigentlich war das Seminarende für 16.30 Uhr vorgesehen, doch wir waren schon um 15.00 Uhr fertig, juchhu. Vom Duisburger Süden nun noch schnell nach Rheinhausen in meine Wohnung, kurz umziehen und endlich ab zum See.
Es war wunderbar bei wirklich angenehmen Temperaturen den heutigen Lauf zu vollziehen. Nach dem stundenlangen Stillsitzen genoss ich die Bewegung und die Luft überall an meinem Körper. Ich war so froh, mich nicht morgens durch die Kälte aufgerafft zu haben, sondern nun die viel angenehmeren Verhältnisse genießen zu können. Doch nach 31 Minuten war dieser Genuß schon wieder vorbei. Aber immerhin, ich hatte für 31 Minuten das Vergnügen und viele Stunden die Vorfreude darauf.