Eine Arbeitswoche ist schon wieder rum. Ging ziemlich schnell und fand ich nicht so unangenehm. Ich war in der Woche ganz gut beschäftigt. Auch hatte ich das Gefühl, dass das Gespräch vor meinem Urlaub ein wenig bewirkt hat. Mein Arbeitsgruppenleiter sucht zwar nicht das Gespräch mit mir, ist aber ein wenig zugänglicher geworden.
Laufend ist es nicht mehr ganz so zäh wie zu Beginn der Woche. Die Temperaturen sind mit ca. 20 Grad mittlerweile angenehmer zum Laufen. Ich kriege besser Luft, der Rhythmus kommt langsam wieder, es fühlt sich besser an. Ein Laster von mir ist manchmal sicher die Ungeduld bei der Lauferei. Es fällt mir meistens schwer zu akzeptieren, wenn es eben mal nicht so gut läuft. Täglich laufen ist jeden Tag anders, fühlt sich anders an. Es ist auch eine Herausforderung, sich dem zu stellen, vielleicht auch irgendwann die Geduld zu erlernen und die Gelassenheit, wenn es nicht ganz so läuft. Als Täglichläuferin entwickel ich mich gefühlsmäßig immer mehr zum Junkie, die beim Laufen das leichte lockere Gefühl sucht, den Spaß an der Bewegung, das tiefere Einatmen von Luft, das Gebrauchen der Muskulatur, das Sehen, Fühlen und Riechen der Natur, der Schweiß auf der Haut, in den Haaren, in den Sachen, die ich dabei anhabe. Es ist ein Stück von mir geworden, eine lieb gewordene Gewohnheit. Mit Argusaugen wache ich darüber, dass mir niemand diese Zeit stiehlt. Sie ist mir lieb und wichtig.