Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Früh war ich heute wach und auch bereit für einen längeren Lauf. Bereits um 6.15 Uhr machte ich mich auf den Weg.
Mit 18 Grad war die Luft angenehm frisch, die Schwüle der letzten Tage hatte der Wind in der Nacht weggepustet. Mein Weg führte mich, wie häufig am Wochenende, in die Felder von Rumeln und Schwafheim.
Als ich nach ca. 4 km dort ankam, konnte ich die ersten Änderungen sofort feststellen. Die noch vor wenigen Wochen gelb leuchtenden Rapsblüten waren längst verblüht. Nun steht da ein fast unscheinbares großes grünes Rapsfeld. Die Wiesen sind hoch gewachsen, nicht mehr lange, dann dürfte die Heuernte fällig sein.
Etwas weiter ist das Korn sehr gewachsen. Es ist mehr als kniehoch und steht kräftig dar. Dazwischen am Wegerand immer wieder schöne rot blühende Mohnblumen und andere Sorten. Ein wahrlich wiedermal wunderbare Anblick, der mein Herz erfreute.
Immer wieder treffe ich auf diese Schönheiten der Natur. Manchmal tauchen sie nur vereinzelt am Wegrand auf, ein anderes mal geballt mitten im Feld. Mein Blick kann sich kaum hiervon trennen.
Um diese frühe Tageszeit sind nur sehr wenige Menschen unterwegs, noch viel weniger unmotorisiert. Ich genieße die Ruhe, Idylle und vor allem die Schönheit der Natur. Ein Stück weit kam die Sonne heraus, jedoch längst nicht mit der gleichen Kraft und Hitze wie in den vergangenen Tagen. Es war ein richtig schönes entspanntes Laufen.
Ich sah Pferde auf der Weide, Kühe ein Stück weiter, Fasanen auf den Wiesen und Feldern und an einer Stelle tummelten sich sogar ein paar Feldhasen. Ich erkannte sie schon von weitem an ihren wirklich sehr langen Löffeln. Ist nicht schwer, sie von den Kaninchen, die ich heute ebenfalls in großer Anzahl traf, zu unterscheiden. Es war für mich ein faszinierender Augenblick, als ich sie wahrnahm. Als ich näher kam und auch sie mich wahrnahmen, duckten sie sich ins Gras und machten sich ganz klein. Konnte mir da gut vorstellen, wenn ich sie nicht schon längst vorher entdeckt hätte, wäre es schwer geworden, sie überhaupt wahrzunehmen.
Meine Beine liefen locker und leicht, die Sonne verzog sich, dunkle Wolken kamen auf.
Auf den letzten zwei bis drei Kilometern fing es leicht an zu tröpfeln. Kein heftiger Wolkenbruch, nein, ein angenehmer sanfter Regen tröpfelte vom Himmel und gab mir auf den letzten Metern eine angenehme Abkühlung.
Hatte am Ende mit 21 km die gleiche Distanz wie noch vor zwei Wochen beim HM durch das Duisburger Stadtgebiet. Auch die Zeit war mit 2:40 Std. vergleichbar. Doch mein Erlebnis war ein ganz anderes, ein für mich zufriedenstellenderes. Habe die Natur und das, was sie mir heute zu bieten hatte, sehr genossen und werde sicher noch einige Tage daran zurückdenken.