Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Drei Seminartage liegen hinter mir. Drei Tage, an denen ich die meiste Zeit sitzend auf dem gleichen Stuhl, vor dem gleichen PC, mit den gleichen Leuten und im gleichen Raum verbracht habe. Am schlimmsten ist für mich an solchen Tagen das unendlich lange Stillsitzen auf einem Fleck, der Rest war o.k. Mein Blick ging immer wieder sehnsüchtig raus zum Fenster. Gerade in den Vormittagsstunden ist es meist viel angenehmer zum Laufen, noch nicht so warm und schwül. Heute am letzten Seminartag waren wir zum Glück schon früh fertig.
So konnte ich schon um 13.30 Uhr in meine Laufschuhe schlüpfen. Bei ca. 24 Grad, Schwüle ohne Ende und einem sanften Regen lief ich los. Ich lese momentan in dem Buch "Joggen mit Lydiard". Besonders der Satz "Man kann nie zu langsam laufen" gefällt mir. Dieser Satz spukte mir heute besonders im Kopf herum. Die Witterung ließ aber auch ein anderes Tempo als langsam nicht zu. Meine Beine brauchen nach solch langen intensiven Sitzeinlagen ein bißchen, bis sie wirklich locker sind. Die hintere Oberschenkelmuskulatur meldete sich zu Beginn und meuterte ein wenig, hatte aber damit keine echte Chance bei mir. Bin ja schließlich kein Weichei.
Am See angekommen war kaum was los. Der Regen tröpfelte so sanft vor sich hin. Ich mag das sehr. Die Gänseküken werden immer größer. Ein paar haben schon die Größe ihre Eltern erreicht, nur das Gefieder verrät noch ihr junges Alter. Sie beißen immer in Herdengröße im Gras. Selten sieht man eine Gans alleine irgendwo. Immer sind sie in Gruppen zusammen. An einer Stelle waren sie heute rechts und links des Weges. Als ich durch die Gruppe auf dem Weg hindruch lief, zischelte eine Gans nicht nur, sie kam auch aggressiv auf mich zu gerannt. Es war nur ein kurzer Moment, ich lief unbeeindruckt weiter und die Gans hat sich schnell wieder beruhigt.
Früh wie ich heute loslief, war ich auch wieder zurück. Ein angenehm entspannter Lauf war es mal wieder.