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Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?

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Mit Sonne im Herzen

Nachdem sich die Wogen am Wochenende zunehmend geglättet haben, ist fast schon so etwas wie Normalität eingekehrt. Doch was ist schon Normalität? Durch schockierende Ereignisse wird man gedanklich wachgerüttelt, denkt über vieles neu und nochmals nach.

Manchmal sind wir Menschen mit dem, was das Leben uns an Aufgaben stellt, einfach überfordert. Es ist keine Frage der Intelligenz, eher eine Frage der Sensibilität, der eigenen Ausgeglichenheit, dem Wohlfühlen, wie gehe ich mit mir selber um usw. Was stürmt im Leben alles auf uns ein, wieviele Informationen, für wen und für was fühlen wir uns alles verantwortlich? Wie es einem selber dabei geht, danach fragt kein Mensch. Immer sind wir an vielen Fronten gleichzeitig gefordert. Meistens funktionieren wir auch so, wie es von uns erwartet wird. Doch wenn es eben irgendwann an irgendeiner Stelle zuviel wird, was ist dann? Wenn man diesem ganzen Wahnsinn einfach nicht mehr gewachsen ist, was ist dann? Jeder geht mit solchen Situationen anders um. Der eine greift zur Flasche, zur Droge in irgendeiner Form , mancher spricht sich alles von der Seele und ein anderer frißt alles in sich hinein, läßt niemanden an sich heran, will alles mit sich ausmachen. Mancher will seinem Leben ein Ende machen, der andere rennt einfach kopflos weg ohne Sinn und Verstand. Ist es nicht etwas, was jedem von uns irgendwann einmal passieren kann? Wer will behaupten, davor immer und ewig das ganze Leben gefeit zu sein, egal was passiert?

In solchen Momenten scheint einem das Laufen vor allem das Täglichlaufen sowas von banal und irrsinnig. Gibt es nicht viel wichtigeres im Leben als das ständige Laufen?

Dann denke ich wieder, was mir die Lauferei am Ende wirklich bringt. Ich kann für mich behaupten, dass ich durch die Lauferei, vor allem durch die tägliche Lauferei auf jeden Fall ausgeglichener und zufriedener bin. Stress wird abgebaut, Ausgeglichenheit und innere Balance aufgebaut bzw. stabilisiert. Auch das Selbstbewußtsein sollte an dieser Stelle nicht unterschätzt werden. Ob ich durch mein tägliches Laufen immer vor dem eigenen gedanklichen Knock-Out geschützt bin, weiß niemand. Es kann ja auch niemand wissen, wann welche Informationen, Ereignisse, Geschehnisse auf einen einprasseln.

Das tägliche Laufen ist mir wichtig geworden. Ich achte auf meinen Körper mehr als zuvor. Ich will ihn nicht überfordern, ihm viel mehr Gutes tun. Ich achte auf die Ernährung und auf so manches andere und eben auch darauf, mir täglich die Zeit zu nehmen, Zeit für mich, Zeit für mein Laufen und Zeit, um meine Gedanken auf ihre eigene Reise zu schicken. So passt die Sonne in meinem Herzen viel mehr hinein. Tägliches Laufen wird u. a. auch von Psychotherapeuten empfohlen, wenn man z. B. depressiv ist. Eine Internetseite die ich rein zufällig vor vielen Wochen einmal fand, habe ich als Link auf meiner Seite festgehalten.

Tägliches Laufen kann unmöglich banal und irrsinnig sein. Vielleicht ist es sogar wichtiger, als man es selber wahrnehmen kann. Es muss nicht jeder laufen, schon mal gar nicht täglich. Es gibt sicher auch viele andere Sachen, die einem zu einer stabilen Ausgeglichenheit führen. Doch hat man den Weg dorthin einmal gefunden, möchte man ihn so einfach nicht wieder verlassen. Ich weiß mittlerweile, was mir das Tägliche Laufen wert geworden ist. Ich bin es mir wert geworden, es ist mir wichtig geworden. Und es ist letztlich egal, ob der Rest der Welt es versteht oder nicht.

 

 

 

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T
<br /> Normalität ist das, was man selbst dafür definiert. Betonung auf selbst. Was andere Menschen meinen, sagen oder denken, sollte dabei weniger Beachtung finden, denn dann verbiegt man sich nur<br /> selbst<br /> am Ende – wenn man auf jene hört.<br /> <br /> Täglichlaufen ist absolut nicht irrsinnig, aber doch irgendwie banal. Eine banale Besonderheit. Letztendlich pure Natürlichkeit. Sich nicht täglich zu bewegen, ist in meinen Augen irrsinnig.<br /> Aber<br /> unsere verweichlichte Gesellschaft ist nun mal so. Das müssen wir lächelnd ignorieren.<br /> <br /> Verstehen werden Dich nur Menschen, die das selbst praktizieren. Alle anderen können sich nicht im Ansatz vorstellen, was es bedeutet viele Jahre jeden Tag zu laufen. Wie sollten sie auch? Aber<br /> wie<br /> gesagt, derlei muß man ignorieren.<br /> <br /> Ansonsten, das Leben wird uns immer mal wieder fordern und überfordern. Jeder löst diese Herausforderungen auf andere Art und Weise. Richtige und falsche Wege gibt es nicht. Jeder muß seinen<br /> Weg<br /> gehen. Und jeder Weg ist einmalig.<br /> <br /> In diesem Sinne, bleibe auf Deinem - der Weg, der Dir gut tut.<br /> <br /> Liebe Grüße<br /> <br /> Marcus<br /> <br /> <br />
Antworten
N
<br /> <br /> Ja, jeder definiert Normalität anders. Manchmal in aufregenden sorgenreichen Zeiten sehnen wir uns nach Normalität und ein anderes mal wünschen wir uns vielleicht genau das Gegenteil. Doch ist<br /> kein Tag wie der andere und jeder Tag doch irgendwie außergewöhnlich. Kann es da tatsächlich so etwas wie Normalität geben? Schließlich sind wir jeden Tag aufs Neue gefordert.<br /> <br /> <br /> Es ist alles andere als irrsinnig, täglich zu laufen. Es ist auch nicht überflüssig sondern das genaue Gegenteil. Wir sind eh zu bewegungsfaulen Menschen geworden. In wievielen Situationen des<br /> tagtäglichen Lebens sind wir zum Stillsitzen mehr oder weniger gezwungen. Da ist so oft eine Wohltat, täglich laufen zu können. Nicht umsonst fühlt man sich nachher wohler als vorher. Das müßten<br /> noch viel viel mehr Menschen begreifen.<br /> <br /> <br /> Doch letztlich sind wir vor allen für uns selbst verantwortlich und haben fast nur Einfluß auf unser Leben.<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße<br /> <br /> <br /> Kornelia<br /> <br /> <br /> <br />
U
<br /> Das hast du sehr schön geschrieben, und vielen von uns geht es wohl immer wieder genauso, da hilft das Laufen enorm, auch mir hat das Laufen immer in schwierigen Situationen des Lebens geholfen,<br /> gut dass ich Läuferin bin, dabei macht es sicherlich keinen Unterschied, ob man täglich oder - wie ich - fast täglich die Schuhe schnürt.<br /> <br /> Ein Buch, das ich dir sehr ans Herz legen würde:<br /> <br /> Die Kunst, ein Egoist zu sein<br /> <br /> von Josef Kirschner.<br /> <br /> Grüße von der sonnigen Ostsee !<br /> <br /> <br />
Antworten
N
<br /> <br /> Hallo,<br /> <br /> <br /> und willkommen hier!<br /> <br /> <br /> Wenn man läuft, sortieren sich meistens auch die Gedanken besser. Nachher ist immer besser als vorher. Wenn die Sorgen manchmal groß sind, dann ist es vielleicht gerade wichtig.<br /> <br /> <br /> Deinem Buchtipp werde ich mal nachgehen. Bin für so etwas immer sehr offen und dankbar!<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße<br /> <br /> <br /> Kornelia<br /> <br /> <br /> <br />
R
<br /> Wie recht zu hast! Das unterschreibe ich voll und ganz! Wobei ich das tägliche Laufen schon für sehr wichtig, wenn nicht gar über-lebens-wichtig halte. Dabei meine ich das nicht aus sportlicher<br /> Sicht. Es geht auch nicht um die Schnelligkeit, sondern um die körperliche Bewegung, die uns angeboren ist. Durch die Zivilisation sind wir immer mehr zu "Sitzern" geworden und bewegen uns kaum<br /> noch. Sind kaum noch draußen an der frischen Luft. Die Arbeit zerfrisst uns. Wir entfernen uns von unseren natürlichen Grundlagen.<br /> Auch wenn wir uns täglich bewegen sind wir nicht vor Krankheiten gefeit, aber wir sind widerstandsfähiger, stärker, geistig und körperlich. Da bin ich fest davon überzeugt!<br /> <br /> Alles Gute für Dich und Deine Familie!<br /> Ramona<br /> <br /> <br />
Antworten
N
<br /> <br /> Ja, man muss nicht lange drüber nachdenken,dann stellt man fest, wie wichtig Täglichlaufen für uns "Sitzende" ist. Es ist ein Stück zurück zu den Ursprüngen, wo wir eigentlich herkommen, wofür<br /> unser Körper gebaut ist. Gerade bei Stress und hohen Anforderungen ist es ein unverzichtbares Muss.<br /> <br /> <br /> Wir merken ja selber, wie gut es uns tut. Man ist nicht gegen alles gefeit, wenn man sich täglich bewegt. Doch man überwindet manche Hürde vielleicht besser.<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße<br /> <br /> <br /> Kornelia<br /> <br /> <br /> <br />