Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Alle warten sehnsüchtig auf den Frühling. Doch nun hat es erneut geschneit und wir müssen wohl noch etwas länger warten. Heute Nacht hat es geschneit und nun ist wieder alles weiß. Gut, dass heute Sonntag ist. So kann man alles gemütlicher angehen lassen. Man hat keinen Stress auf der Straße.
Wenn ich nicht zur Arbeit muss, macht es mir Freude, auch bei dieser Witterung früh aufzustehen. Irgendwie kann ich es gar nicht abwarten, endlich rauszukommen, um zu gucken, wie es da so ist. So war ich mal wieder ziemlich zeitig auf meiner Laufrunde um den Töppersee unterwegs.
Der Schnee ist nicht sehr hoch, es sind nur wenige Zentimeter. Doch es ist alles weiß, die Straßen und Wege, die Bäume und Sträucher, alles ist mit einer weißen Schicht bedeckt. Außerdem schneit es noch immer. Es sind keine dicken, fetten Schneeflocken, es schneit auch nicht heftig. Es sind feine Flöckchen, die sanft vom Himmel herunter tanzen.
Die ersten Schritte im Schnee sind angenehm. Es knirscht bei jedem Schritt unter meinen Füßen, an manchen Stellen ist es auch ein wenig rutschig, da muss ich heute wieder aufpassen. Jeder Schritt, jeder Tritt hinterläßt eine Spur. Ich stelle fest, dass ich nicht die Erste bin, die heute unterwegs ist. Da war schon jemand vor mir da vermutlich mit Hund, wie man an den Spuren ablesen kann.
Es läuft sich ganz angenehm auf diesem Schnee. Er ist ja nicht tief.
Im Wald höre ich trotz des winterlichen Ambientes Vogelstimmen. Ich laufe gemütlichen Schrittes hier lang. Heute habe ich das Gefühl, es ist noch sehr früh, die Beine laufen ein wenig beschwerlich und der Atem geht früh sehr, sehr tief. Ich bin doch noch recht müde. Doch immerhin laufe ich.
Am See empfängt mich dieser Anblick:
Der Himmel ist grau, es ist längst noch nicht richtig hell. Durch den Schnee trotzen struppige Gräser hervor. Es sind schon wieder einige unterwegs mit Hund, ohne Hund, walkend, aber nur ganz wenige laufend. Man begegnet sich, grüßt sich und läuft dann gedankenverloren weiter seines Weges. Es weht ein rauher Wind von Nordwest. Läuft man dagegen, buh ist das kalt und fies. Doch hat man diesen Wind im Rücken, jaaa, das fühlt sich gut an. Und doch merke ich, dass ich heute nicht in Höchstform bin.
Aber das ist kein Problem. Ich beschließe, heute mal einfach eine etwas kleinere Runde zu laufen.
Mein Blick sucht immer wieder die Spuren im Schnee, die doch schon so zahlreich sind. Ist irgendwie auch ein beruhigendes Gefühl, dass man weiß, dass man hier nie ganz alleine ist.
Auf dem See ist keine Eisschicht zu sehen. Dafür treibt der Wind immer wieder kleine Wellen über die gesamte Fläche.
Es ist reichlich ungemütlich hier draußen. Doch ich bin gut und warm eingepackt, so dass mir das nicht so viel macht. Ich laufe gemütlich meine etwas kleinere Runde, genieße einen letzten Blick auf den heute winterlichen See und laufe weiter nach Hause.
Ob es vielleicht das letzte winterlicher Wochenende für dieses Jahr ist?