Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Wenn man jeden Tag seine Runde läuft, nimmt man Änderungen in diesem Areal anders wahr.
Zwei Tage war der kleine Wald unweit meiner Haustüre gesperrt. Man hörte laute Motorengeräusche. Tage zuvor war ein Förster unterwegs gewesen und hatte Bäume mit roten Kreuzen und weißen Strichen markiert. Dies hatte wohl mit den Arbeiten, die an den letzten beiden Tagen dort durchgeführt wurden, zu tun.
Heute konnte ich dort wieder laufen. Aber es sah heftig dort aus. Viele Bäume lagen dort abgesägt am Wegesrand. Auf dem Weg lag viel Kleinholz und Gestrüpp. Ich musste mir meinen Laufweg schon achtsam suchen. Ich wollte ja nicht schon wieder mit meinem Fuß umknicken. Entsetzt bin ich aber, wie es dort wirklich aussieht.
Ich habe ja von Forstarbeit und Hege und Pflege eines Waldes keine Ahnung. Doch es wurde dort schon ziemlich grob und wüst gearbeitet. Vogelstimmen, die ich zuvor täglich dort wahrnehmen konnte, hörte ich heute auch nicht. Ob das wirklich alles so sein muss? Andererseits, wenn beim nächsten heftigen Sturm Bäume umknicken wie Streichhölzer und womöglich Menschen zu Schaden kommen, ist es sicherlich nicht besser.
Trotzdem bedrückt mich so ein Anblick.
Am See war es da gleich viel angenehmer. Obwohl auch da noch viele Bäume mit diesem roten Kreuz versehen sind, die im Wald bereits gefällt wurden. An anderen Stellen waren Bagger aktiv. Das sah genauso grob aus wie im Wald. Riesige Schaufeln haben das Gestrüpp einfach weggerissen. Es liegen überall recht große Haufen auf der Wiese mit viel Geäst und Gestrüpp. Noch bis morgen können diese Arbeiten durchgeführt werden. Dann hat die Natur wieder ihre Ruhe. Das ist gesetzlich so geregelt. Bin gespannt, ob das auch so eingehalten wird.
Ich weiß, solche Arbeiten werden immer wieder mal durchgeführt und vermutlich haben sie auch ihren Sinn. Aber auf mich wirkt es immer bedrückend, wenn Menschen so grob und brachial in die Natur eingreifen.