Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Der Anstrengung vom Nürburgringlauf am vergangenen Wochenende verläßt nun allmählich den Körper. Trotz heftigsten Muskelkater habe ich jeden Tag meine Runde gedreht. Es war jedesmal eine Wohltat.
Eine Wohltat endlich wieder auf gewohnten ebenen Geläuf in aller Ruhe zu laufen und zu spüren, wie gut die körperliche Bewegung Körper und Geist tut.
Es ist Urlaubszeit. Ein jeder Tag beginnt nach einem Frühstück mit meinem Täglichlauf. Gestern war es sonnig und mit 15 Grad sehr angenehm zum Laufen. Die Luft war so frisch. Die Menschen, denen ich unterwegs begegnete, waren alle gut drauf, grüßten freundlich. Einmal überholte ich zwei sich intensiv unterhaltende Frauen, die ebenfalls liefen. Ich fragte, ob dies nicht ein wunderbarer Morgen sei? Beide antworteten wie aus einem Munde mit einem begeisterten Jaaaa. Es war ein Morgen, den man gar nicht besser nutzen konnte, als laufend.
Heute morgen nun ganz anders. Es ist grau in grau und regnet ohne Pause. Ein Ende des Regens ist nicht absehbar. Mit 17 Grad ist es dabei fast schon ein wenig schwül. Als ich die ersten Schritte draußen machte, war es alles andere als kalt. Doch auch solche Tage liebe ich. Wie der Regen sanft vom Himmel fällt und alles in ein anderes Licht taucht. Die Farben sind nicht die gleichen, wie noch gestern und auch die Gerüche sind wesentlich intensiver. Der Weg ist nicht staubig sondern wässrig und mit Pfützen versehen. Die Schwäne schwimmen wie gestern stolz und erhaben auf dem See. Ihnen merkt man den Unterschied überhaupt nicht an. Die Menschen jedoch, denen ich auf meiner gestrigen Umrundung gar zweimal begegnet bin, waren heute nicht zu sehen. Es war ein ruhiger besinnlicher Lauf. Es war wie gestern eine pure Wohltat.
Doch spüre ich auch, dass es noch ein wenig Zeit bedarf, bis dass die restliche Müdigkeit mich verläßt.