Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Heute ist der dritte Tag hintereinander, wo der Nieselregen fast ohne Pause herunterregnet. Dauernd ist es trist und grau und trübe draußen, kein schöner Anblick. Doch während meines Laufes ist das trübe triste Grau schnell vergessen.
Heute war ein guter Lauftag. Die Beine liefen locker und leicht. Ich bremste sie einfach mal nicht.
Da es ja lediglich ein feiner Sprüh-Nieselregen ist, sind die Wege noch sehr gut zu belaufen. Es sind kaum Pfützen da und noch weniger Matsch. Eigentlich ist es so wunderbar zu laufen. Nur die Sicht läßt zu wünschen übrig. Hinzu kommt, dass ich bei so einer nassen Witterung meine Brille gleich Zuhause lasse und somit eh nicht so gut sehe, wie mit Brille.
Als ich schon auf der anderen Seite des Sees war, vernahm ich vielfaches lautes Geschnatter und Gegacker. Ich sah genauer hin. Auf einem im Herbst abgeernteten Maisfeld, das noch nicht umgepflügt ist, war eine große Schar von Wildgänsen. Durch das trübe graue Wetter und dem grauen struppigen Feld konnte ich die ebenfalls grauen Tiere nur schlecht sehen, aber umso mehr hören. Das ganze Feld war offensichtlich voll mit dieser Wildgänseschar. Ach, was war das schön, dieses Gegacker zu hören. Es war wie Musik, wie ein schönes Konzert in meinen Ohren. Ja hallo, ihr Gänse, ich freue mich auch sehr, dass ihr wieder da seit.
Ich weiß nicht, ob sie bleiben werden oder nur mal eine kurze Rast einlegen. Es ist ja noch Januar und eigentlich noch zu früh, dass sie sich hier fürs Erste niederlassen. Aber schön war diese Begegnung für mich auf jeden Fall.
So haben diese tristen grauen Januartage doch noch ihre schönen Highlights für uns Läufer parat.
Gut, dass ich wie jeden Tag auch heute wieder laufend an meinem See unterwegs war. Ich hätte doch glatt was verpaßt, wenn ich nicht dort lang gelaufen wäre.