Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Die triste trübe Regenfront ist seit ein paar Tagen weg. Dafür ist nun blauer Himmel und Sonnenschein angesagt. Es ist wieder kalt geworden. Heute morgen früh waren es hier lausige -4 bis -5 Grad. Aber das nennt man trotzdem schönes Wetter. Das bedeutet aber auch, dass jede Menge Betrieb am See zu erwarten ist, je weiter der Tag fortschreitet.
Also ging es für mich wieder früh raus und ab auf meine Laufpiste.
Ich war mal wieder warm eingepackt. Mittlerweile weiß ich ja, wie das geht. Obwohl, die ersten Schritte da draußen fühlten sich gar nicht sooo kalt an.
Es war gerade so nach 8.00 Uhr und es war schon fast taghell da draußen. Ein gewaltiger Unterschied zu den letzten Tagen davor, wo es vor lauter Trübnis gar nicht richtig hell werden wollte und schon mal gar nicht so früh.
Das Laufen war mir sehr angenehm. Es ging kein Wind und es war entspannt und locker und leicht. Heute war wieder eine normale Runde angesagt, keine längere. Jede Woche lang mach ich nicht.
Am See angekommen, war ich überrascht, dass er über Nacht tatsächlich schon wieder zugefroren war. Auf den Wiesen sah man überall weißen Rauhreif. Die Wasservögel hatten sich da versammelt, wo der See noch nicht zu Eis gefroren war. Die Luft war klar, die Sonne war schon zu sehen. Da, wo man ein paar Strahlen abbekam, hatte ich den Eindruck, dass sie schon wieder gut Kraft hat und ordentlich wärmt. Ein schönes Gefühl ist das, endlich mal wieder die Sonne zu spüren. Das hatte ich doch sehr vermisst.
Wie ich schon erwartet hatte, waren trotz der frühen Morgenstunden schon einige wenige Läufer und Walker unterwegs, natürlich auch einige mit ihren vierbeinigen Freunden. Als ich ca. die Hälfte meiner heutigen Runde erreicht hatte, kam ich an einen Parkplatz in der Nähe der Wasserskianlage an. Dort hatte gerade ein Mann sein großes Kombi-Auto mit seinen Schäferhund verlassen. Der ältere Mann ging in die von mir abgewandte Seite, der nicht angeleinte Schäferhund sah mich und rannte recht aggressiv bellend und knurrend auf mich zu. Ich erschrak doch sehr und blieb spontan stehen. Sofort hörte auch der Angriff des Schäferhundes auf. Der ältere Mann drehte sich um und sah in unsere Richtung. Ich meckerte ihn an, er solle doch seinen Hund endlich mal zu sich rufen. Ich stand noch immer wie angewurztelt an der Stelle, der Hund war noch immer in meiner Nähe. Allmählich bewegte sich der ältere Mann in unsere Richtung und rief dann endlich seinen Hund zu sich. Er entschuldigte sich. Ich meckerte aber noch ein bißchen rum, dass ich so eine Aktion überhaupt nicht lustig finde. Er entschuldigte sich nochmals und ich lief schließlich weiter meines Weges.
So einen Zwischenfall finde ich immer sehr ärgerlich und überflüssig. Man kann ja schließlich nicht einschätzen, wie groß die Gefahr für einen in solchen Momenten tatsächlich ist. Ich bin jedenfalls immer vorsichtig und ein Schäferhund ist ja auch kein kleiner Schoßhund. Doch ich wollte mich nicht länger ärgern, sondern den Lauf bei schönen äußeren Bedingungen genießen. Ich lief gemütlich, leicht und locker meine Runde zu Ende und habe mich recht wohl dabei gefühlt. Es war ein fast perfekter Lauf, wenn eben der blöde Hund nicht dazwischen gekommen wäre.