Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Das vergangene Wochenende war mal wieder eines ohne langen Lauf. So halte ich es in der Regel in jeder 4. Woche. Manchmal fühlt es sich so an, als bräuchte ich es nicht und ein anderes Mal tut dieses solch ein Wochenende wieder gut. Man kann nicht immer nur volle Kanne Gas geben, sondern sollte regelmäßig sein Pensum auch mal runterfahren. Es ist die Zeit, um wieder neue Kräfte zu sammeln, den Körper zu pflegen, auf Vergangenes zurückzublicken und vielleicht neue Pläne zu schmieden.
Diesmal kam mir das erholsame Wochenende ganz recht. Ich bin bisher in diesem Jahr so viel gelaufen, wie nie zuvor in meinem Leben. Da muss einfach Zeit bleiben, um mal tiefer durchzuatmen. So habe ich denn diesmal die nicht ganz so langen Läufe genossen. Es ist mir eine Freude, am Wochenende früh aufzustehen. Wobei es derzeit nicht mehr ganz so früh ist, da die Tage immer später hell werden. Doch das Laufen am Morgen liegt mir ungleich mehr als jeder andere Tageszeit. Da lebe ich die pure Freude am Laufen immer wieder neu aus. Nicht, dass ich nicht auch gerne zum Feierabend am Nachmittag laufe. Doch es ist ein anderes laufen, mehr eines zur Stressbewältigung und zur Ruhe finden. Am Morgen ist alles frischer, der Körper und der Geist, alles ist noch unverbraucht und fast wie neu.
Heute war es aber auch wieder sehr schön, obwohl ich am Nachmittag gelaufen bin. Der Herbst zeigt sein lachendes Gesicht. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau und die Blätter der Bäume schimmern fast schon golden in den Sonnenstrahlen. Bei 11 Grad hält man es gut aus da draußen. Jeder Sonnenstrahl, der mich trifft, ist pure Wohltat. Das Farbenspiel der Natur wird immer bunter, obwohl man sieht auch schon die ersten kahlen Stellen. Nicht mehr lange und es ist vorbei mit all den schönen Farben. Es riecht nach nassem Laub, was nun in Massen auf den Wegen liegt. An manchen Stellen liegen Kastanien und Nüsse dabei. Da muss man aufpassen, wo man hintritt, damit man nicht umknickt oder wegrutscht. Die Gänse habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Es sollen aber an anderen Stellen der Stadt schon wieder neue Kanadagänse zum Überwintern da sein. Viele große schwarze Vögel (Krähen oder Raben?) sind zu sehen und jede Menge Elstern noch dazu. Ein Rotkehlchen war aber auch dabei, es saß zwitschernd auf einem Ast, als ich dran vorbeitrabte. Stolze weiße Schwäne haben den See nun fast für sich alleine. Es ist noch Leben überall und die Natur hat so viel Schönes zu bieten. Es macht Spaß, da jeden Tag lang zu laufen.