Gestern war der 2. Lauf der Duisburger Winterlaufserie.
Früh am Morgen präsentierte sich das Äußere passend zum Namen der Laufserie. Es war sehr kalt, die Pfützen gefroren, der Himmel grau, trübe und mit dicken Wolken verhangen. Doch im Laufe des Tages verzogen sich die Wolken immer mehr, die Sonne kam heraus und mit ihr ein strahlend blauer Himmel. Die Pfützen tauten wieder auf.
Ich machte mich recht früh auf den Weg zum Veranstaltungsort im Sportpark Wedau. Als ich aus dem Auto stieg, wehte mir ein eiskalter Wind um die Nase, brrr. Nach einer kurzen Stippvisite setzte ich mich in das von der Sonne gewärmte Innere meines Autos. Hier konnte man es deutlich besser aushalten. Irgendwann jedoch war es an der Zeit, sich auf den Lauf vorzubereiten. Ich lief die Straße auf und ab, bis dass mir so warm war, dass ich die Jacke auszog.
Ich begab mich nun ins Starterfeld. Die Sonne schien so schön und der Himmel war so blau, ein phantastisches Laufwetter, obwohl es bei gerade mal 1 Grad noch immer ziemlich kalt war. Doch wenn man sich entsprechend anzieht, ist das nicht wirklich ein Problem.
Pünktlich um 14.00 Uhr fiel endlich der Startschuss, das Läuferfeld setzte sich in Bewegung. Diesmal säumten nicht wie beim letzten Mal so viele Menschen die ersten Meter. Vielleicht war es dafür einfach zu kalt gewesen. Die Autos, die von weiter weg kamen, hatten auch alle eine kleine Schneeschicht auf ihren Autos. Gut, dass es hier nicht so geschneit hatte. Am Anfang wurde ich pausenlos von anderen Läufern überholt. Ich kam mir mega-langsam vor.
Nach dem Schild, was den 1. km markierte, zeigte meine Uhr in etwa 7 Min. an, eine für mich wieder mal gute Zeit. Ich fühlte mich gut dabei. Irgendwann fing ich dann an, andere Läufer zu überholen. Es waren einige dabei, die zuvor noch mich überholt hatten. Die hatten sich vielleicht ein wenig vom Tempo her übernommen. Egal, ich lief meinen Lauf und hatte meinen Spaß daran. Bei jeder weiteren km-Markierung zeigte meine Uhr mir eine Zeit von jeweils unter 7 Min pro km an. Auf der angenehm asphaltieren ebenen Strecke neben der Regattabahn wurde man von dem eisigen Wind angenehm von hinten angeschoben. Auf dem Rückweg waren wir im Wald, wo man den eiskalten Gegenwind nur ab und zu mal spürte. Bei km 4 fühlte ich mich noch immer richtig gut. Ich überholte immer wieder andere Läufer.
Dann kam das Schild, das die letzten 500 m ankündigte. Kurz darauf bogen wir links in das kleine aber sehr feine Leichtathletik-Stadion ein. Nun waren noch ca. 300 m bis zum Ziel zu laufen. Ich gab noch einmal richtig Gas und es machte mir Spaß, dass ich noch längst nicht am Ende meiner Kräfte war. Im Ziel angekommen stoppte ich meine Uhr bei 33,50 Min, fast identisch wie beim letzten Mal, nur mit dem Unterschied, dass dieser Lauf viel gleichmäßiger und kontrollierter war. Beim ersten mal wurde ich gerade nach dem Start von meiner inneren Euphoriewelle angetrieben. Doch so wie gestern, war es eindeutig besser.
Nur leider habe ich auch diesmal wieder kein bekanntes Gesicht entdecken können. So zog es mich schon bald wieder nach Hause.
Ich freue mich aber schon auf den nächsten Lauf, der dann 10 km betragen und in drei Wochen starten wird.