Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Drei schöne Wochen liegen hinter mir. Drei Wochen, die eine wirklich schöne Zeit waren, in denen ich aller bestens entspannen und wieder neue Kräfte tanken konnte. Drei Wochen, wo ich sehr schöne menschliche Begegnungen hatte und die Zeit wirklich genossen habe. Doch irgendwann endet auch die schönste Urlaubszeit.
Heute morgen um 4.30 Uhr klingelte mein Wecker ziemlich gnadenlos. Müde stand ich auf und fuhr später zur Arbeit.
Müde saß ich dann am Schreibtisch. Meine Kollegin hatte kurzfristig zwei Wochen Urlaub genommen, so war ich alleine da, hatte meine Ruhe, konnte aber auch niemanden von meiner schönen Zeit berichten.
Hatte ich in den vergangenen drei Wochen keine Probleme mit der Zeit, lief alles wunderbar entspannt ab, war das heute etwas anders. Die Zeit zog sich endlos in die Länge. Jede einzelne Stunde im Büro dauert sooo viel länger wie noch all die Tage zuvor. So wurde es ein recht müder und langer erster Arbeitstag, der aber doch irgendwann sein Ende fand.
Müde fuhr ich dann nach Hause. Ich freute mich auf meine Laufsachen, auf die Runde um den See, um eine große Portion frische Luft. Als ich endlich loslief, spürte ich gleich den Unterschied zu den Tagen zuvor. Das leichte und lockere Laufen war erstmal dahin. Es lief sooo schwer und ich fühlte mich immer noch so müde. Ich dachte noch an den Lichterlauf zwei Tage zuvor, wo ich mich so viel stärker gefühlt hatte oder an der Ostsee, wo das Laufen so entspannend war, wo man hier mal stehen blieb und guckte und da mal fotografierte, wo ich viel Spaß und Freude mit Margitta hatte....
Aber immerhin, ich lief heute und es war eigentlich auch nur zu Beginn ein wenig beschwerlich.
Am See kam ich dann immer besser in die Gänge. Die Luft allerdings war schwül und mit 20 Grad recht warm. Trotzdem lief es immer besser und es machte mir Spaß. Es tut gut zu spüren, wie der Körper allmählich wieder in Schwung kommt, wie der ganze Körper wieder Luft bekommt, wie ein Teil des so angenehmen Urlaubsgefühls sich wieder einstellt.
Ich weiß, Urlaub ist Urlaub und Arbeit ist Arbeit. Das Eine kann man nicht mit dem Andern wirklich vergleichen und ich weiß auch, dass ich mich glücklich schätzen kann, aufgrund meiner Arbeit ein recht sorgenfreies Leben leben zu können.
Aber dennoch fallen mir die ersten Arbeitstage nach einer so schönen Zeit immer wieder schwer. Schlagartig wird mir dann immer so richtig bewußt, wie schön die vergangenen drei Wochen doch waren. Doch nun ist ein Anfang gemacht und der Alltag wird sich vermutlich wieder viel schneller einstellen als mir lieb ist. Ich wünschte, die nächsten schönen drei Wochen wäre in sichtbare Reichweite.
Doch ich hab das Laufen und das hat heute wieder viel Spaß gemacht.