Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Das Gelände um die Regattabahn in Duisburg ist eine sehr beliebte Laufstrecke in Duisburg.
Vor vielen Jahren entstand der Wunsch und die Idee, diese bei vielen beliebte Strecke mit Laternen zu bestücken, damit diese auch in der dunkleren Jahreszeit in den Abend- und auch Morgenstunden von Läufern besser genutzt werden kann.
Vor einigen Jahren wurde diese Idee umgesetzt und man kann nun zu jeder Jahreszeit seine Runden um die Regattabahn drehen, ohne im völligen Dunkeln zu sein. Finanziert wurde und wird das Ganze zum Teil aus Sponsorengeldern. Eine nicht unbedeutende Finanz-Säule ist der alljährlich im September stattfindende Bunert-Lichterlauf. Verschiedene Distanzen werden für Läufer und auch Walker angeboten. Der Erlös der Veranstaltung kommt der Unterhaltung der Lampen zugute.
Gestern war wieder der Tag dieser Veranstaltung. Zum ersten Mal nahm auch ich daran teil. Der Hauptlauf über 10 km war meine auserwählte Distanz.
Gemeinsam mit kanko (Esther) von den Streakrunnern machte ich mich in den frühen Abendstunden auf den Weg zur Regattabahn. Wir waren früh da, kümmerten uns um die Anmelde- und Startunterlagen, sahen uns ein wenig um und machten uns dann in aller Ruhe bereit für den Lauf.
Die Startnummer wurde an das Laufshirt befestigt. Wir liefen uns ein wenig ein und stellten uns dann in den großen Pulk der vielen, vielen Läufer an den Start. Es war zum Start 20.45 Uhr. Es standen viele, viele Menschen dort und es war eine tolle Gänsehaut-Atmosphäre, als es endlich los ging.
Ich fühlte mich gut vorbereitet, bin mittlerweile viele Wochen nach Trainingsplan gelaufen und war gespannt, wie es heute bei mir laufen würde. Ich war bester Laune und freute mich tierisch, als es endlich los ging.
Zu Beginn wollte ich im gemäßigtem Tempo starten. Die Sonne war längst untergegangen, die Dunkelheit eingezogen. Trotz der vielen Lampen konnte man nicht immer und überall auf der Uhr erkennen, wie schnell oder wie weit man schon war. Also war schnell klar, dass es ein gefühlsbetonter Lauf werden sollte.
Ich merkte sehr schnell, dass es sehr leicht und locker bei mir lief. Es fühlte sich gut an. Nur nach ca. 1 km merkte ich, dass sich der Schnürsenkel an meinem linken Schuh löste. So ein Mist. Ich lief links raus und schnürte rasch meinen Schuh neu.
Einige Läufer waren in dieser kurzen Zeit an mir vorbeigelaufen auch Esther. Ich fand aber schnell den Anschluss wieder und freute mich sehr, dass es so gut und leicht und locker bei mir lief. Ich merkte schon, dass das Tempo ein für mich recht gutes war.
Von der Regattabahn konnte man nicht viel sehen. Es war ja dunkel. Die Strecke war angenehm und ausreichend ausgeleuchtet. Die Temperaturen von ca 14 Grad waren sehr angenehm und es lief wirklich gut. Nachdem die erste Runde wunderbar geklappt hatte, war mein Ziel, die zweite Runde ebenso zügig und leicht und locker anzugehen. Das klappte auch ganz gut. Bei km 7 etwa hatte ich einen kleinen Hänger, da fühlte sich mein Laufen kurzzeitig etwas schwerer an. Aber das war nur kurzzeitig so. Gemeinsam mit Esther lief ich die Strecke im zügigen Tempo. Wir flogen die restlichen km bis zum Ziel nur so über die Strecke dahin, so kam es mir vor. Viele, viele Läufer überholten wir, ein völlig neues Gefühl für mich. Und ich wurde nicht wirklich müde. Bei km 9 wartete noch einmal eine kleine aufsteigende Rampe auf uns und die danach aber wieder abwärts führte. Ich zog noch einmal das Tempo an. Esther zog auf einmal an mir vorbei. Ich versuchte mitzuhalten, doch leider vergeblich.Spurten ist offensichtlich nicht mein Ding.
Am Ende kam ich bei für mich recht guten 1:04:48 Std. ins Ziel, eine Zeit, die ich mir vor noch wenigen Wochen nicht zugetraut hätte.
Es war eine schöne Veranstaltung. Der Lauf hat sehr viel Spaß gemacht und mit dem guten Ergebnis für uns Beide fuhren wir frohen Mutes wieder nach Hause.