Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Der erhoffte Regen ist bisher ausgeblieben. Doch immerhin ist es angenehm kühler geworden. Das nächtliche Schlafen ist nun wieder angenehmer. Trotzdem bin ich in meinem Arbeitsrhythmus drin und wache zur entsprechenden Aufstehzeit auch am Wochenende auf. Nach einem gemütlichen Frühstück machte ich mich heute so gegen 6:40 Uhr auf meinen etwas länger dauernden Laufweg.
Die Temperatur liegt eindeutig unter der 20 Grad-Marke, der Himmel ist bewölkt, es sieht aus, als könnte es Regen geben, blieb aber die ganze Zeit trocken. Aber so sah es schon die letzten Tage häufiger aus. Mit meinem gut gefüllten Trinkrucksack ausgestattet lief ich leicht und locker los. Die Beine waren heute von Beginn an locker und leicht, es war ein sehr angenehmes Laufen. Am See war wieder einmal kein Mensch zu sehen, noch nicht einmal einer mit Hund. Auch später oben in den Feldern war das so. Mir fiel gleich auf, das große Rapsfeld, was noch vor einer Woche hoch da stand, ist nun abgemäht. Auch viele andere Kornfelder sind kahl geschnitten. Dort sind jetzt die vertrockneten struppigen Stoppelfelder zu sehen. Ich denke an meine Reitzeit von vor mehr als 20 Jahren zurück. Da hat man sich über diese Stoppelfelder gefreut und ist mit seinem Pferd volle Kanne drüber galoppiert. Das hat Spaß gemacht sowohl Reiter als auch Pferd. Manche Pferde buckelten sogar vor Begeisterung. Es war immer ein besonderes Hightlight für jeden Reiter. Nun sah ich zu dieser frühen Uhrzeit so manche Pferde ruhig auf der Wiese grasen. Ich mag dieses Bild sehr, es ist so friedlich und idyllisch und Pferde sind auch heute noch immer für mich schöne edelige Tiere.
Heute führte mich mein Weg bis zum Schloss Lauersfort, einem kleinen Pferdegestüt und danach durch den Lauersforter Wald. Hier war ich schon lange nicht mehr gewesen. Der Waldweg ist hier zweigeteilt. Die von mir liegende linke Seite ist für Pferde vorgesehen und die rechte, wo ich langlief, für den Rest ohne Pferd. Hier kam mir mitten im Wald die erste Läuferin heute entgegen. Ich war mittlerweile ca. 1 1/2 Std. unterwegs. Man findet hier häufiger Hinweisschilder, wo man aufgefordert wird, bestimmte Zonen wegen des Wildes nicht zu betreten. Ich habe hier noch nie ein Reh oder sonst irgendein Waldtier gesehen. Aber so oft bin ich ja auch nicht hier. Nach 1 km schon war ich wieder auf meine Wochenend-Hausstrecke. Meine Beine liefen immer noch erstaunlich locker und leicht. Alle ca 5 km machte ich heute eine kleine Trink-Gehpause. Das hat sich sehr gut bewährt. Die Zeit, die ich dadurch verliere ist sehr gering und ich komme auf solch längere Läufe so viel besser zurecht.
Mir kam nun wieder ein Läufer entgegen. Mir fiel dessen braun gebrannte Haut am ganzen Körper auf. Ich sah spontan auf meine Arme und Beine und stellte fest, dass diese auch nicht so viel weniger Farbe von der Sonne zeigten. Der Sommer hat eben nicht nur auf den Feldern und den Wiesen seine Spuren hinterlassen.
Am See angekommen war es nun nicht mehr weit bis nach Hause. Mir kamen einige Läufer nun entgegen. Wo wart ihr denn alle die letzten Tage und Wochen, fragte ich mich innerlich. Es gab noch einmal eine letzte Trink-Gehpause und dann wurde der letzte kleine Rest der noch verbleibenden Strecke in Angriff genommen. Nun spürte ich doch ein wenig die Anstrengung des Laufes. Am Ende waren es immerhin 22 km für die ich 2:47 Std. benötigte. Es lief vor allem locker und leicht fast bis zum Schluss. Es war ein angenehmer schöner Lauf bei fast idealen Bedingungen.