Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Gestern gab es hier ein heftiges Unwetter mit starken Orkanböen, die Bäume entwurzelten, dicke Äste gingen zu Bruch und allerlei Laub und Geäst lag überall auf den Straßen herum. Dazu kam noch ein heftiger Starkregen. Die Feuerwehr hatte Großeinsatz. Dabei war Duisburg gar nicht am schlimmsten betroffen. Doch es ist immer wieder beängstigend, welche Naturgewalten manchmal danieder kommen und was sie alles anrichten können.
Es war in der Mittagszeit und auf einmal wurde es schlagartig dunkel wie in der Nacht. Ich ging durch die City Richtung C & A. Plötzlich kam der gewaltige Sturm auf und fegte die Außentüren des Kaufhauses auf. Ich wollte sowieso darein und ging durch die noch immer offenstehenden Türen. Drinnen wurden Werbetafeln von den Decken weggeweht, T-shirts und andere Kleidungsstücke flogen durch das Kaufhaus. Ich suchte Schutz hinter der Rolltreppe. Ein paar Minuten später war von einem Verlassen des großen Kauf-Forums nicht zu denken. Derart starke Sturzbäche von Regen immer noch gepeitscht von starken Sturmböen fegten durch die Fußgängerzone. Tische und Stühle, auf denen zuvor noch Passanten gemütlich saßen, fegten nun gefährlich durch die Gegend. Zum Glück ist da kein Mensch zu Schaden gekommen. Später wieder im Büro hörte man die Tattü-Tattas der im Dauereinsatz befindlichen Feuerwehrkräfte.
Es hat eine angenehme Abkühlung gegeben, der meinen späteren Lauf sehr angenehm werden ließ.
Doch heute morgen noch immer waren vor allem die Fuß- und Radwege so sehr von Ast und Laub übersät, dass an ein normales Gehen oder Radeln vermutlich nicht zu denken war.
Heute mittag freute ich mich dann wieder auf einen schönen Lauf bei nicht ganz so heißen Temperaturen. Sie lagen so zwischen 25 und 29 Grad und immer wieder unterbrachen Wolken den Sonnenschein. Als ich loslief sah ich schon ein paar dunklere Wolken nicht all zu weit weg am nahen Horizont. Ob wohl ein paar wenige Tropfen wenigstens herunter kommen würden, fragte ich mich im Stillen.
Doch ich war noch nicht am See angekommen, als schon die ersten dicken Tropfen fielen. Dann am See lag niemand mehr in Badekleidung auf seiner Decke. Alle hatten mittlerweile den Schutz der Bäume aufgesucht. Es regnete dicke Bindfäden. Mein Funktionsshirt wurde nass und nasser und zog sich richtig nach unten. So nass ist es noch nicht einmal, wenn ich es frisch aus der Waschmaschine hole. Durch meine Brille konnte ich schon bald vor lauter Tropfen nichts mehr sehen. Die hätte ich besser Zuhause lassen sollen. Doch das war das Einzigste, was ein wenig störte. Ansonsten war mir der Regen genauso wie er danieder kam, sehr willkommen. Ich breitete die Arme aus und schloss die Augen. Wie herrlich war dieses Gefühl vor allem nach den vielen Tagen der brütenden Hitze. Mittlerweile entstanden auf den Wegen erst kleinere dann größere Pfützen. Meine Brille beschlug nun auch noch, ich konnte wirklich kaum noch durchsehen. Doch das war so was von egal. Dieses Gefühl von warmen nassen Sommerregen auf meiner Haut von Kopf bis Fuss war ein sehr gutes. Ich patschte nur so durch die Pfützen. An manchen Stellen dampfte die Erde nur so. Nachdem ich schon mehr als die Hälfte meines Laufes hinter mir hatte, wurde der Regen weniger und hörte schließlich ganz auf. Auf dem Rückweg an der Straße kam sogar schon wieder die Sonne heraus. Zuhause waren auf meiner Brille nur noch wenige Tropfen zu sehen. Dafür waren meinen mit Dreck verschmierten Beinen anzusehen, dass mein Lauf heute kein trockener war. Doch er hat verdammt gut getan.
Morgen soll es wieder heißer werden, wieder über 30 Grad und am Nachmittag sind neue Unwetter angesagt. Bin gespannt, was mich dann erwartet und wie sich mein morgiger Lauf gestalten wird.