Als ich gestern abend aus dem Fenster sah, dachte ich: das kann doch wohl nicht wahr sein! Das Dach vom gegenüberliegenden Haus war schon wieder ganz weiß, voller Schnee. Dabei dachte ich, dass die Schneezeit hier nun vorbei wäre.
Heute morgen war es aber nicht viel Schnee, ca. 1 cm. Doch es hatte über Nacht gefroren, so dass man vorsichtig sein musste. Manche sind sehr leichtsinnig. Heute morgen überholte mich ein Autofahrer auf der linken Spur, die noch voller Schnee war. Er hatte lediglich vorne die Frontscheibe mit dem Scheibenwischer gereinigt. Alle anderen Scheiben waren noch mit Schnee bedeckt und zwar so sehr, dass ich den Fahrer nicht sehen konnte. Er fuhr nicht vorsichtig, wie alle anderen, sondern brauste auf der vom Schnee bedeckten Fahrseite im hohen Tempo an allen vorbei. Ich finde das mehr als nur leichtsinnig!
Es schneite noch leicht bis gegen Mittag. Die Straßen war da aber schon wieder gut zu befahren.
Zuhause zog ich mich noch schnell um, um mich dann auf meine Laufrunde zu begeben. Als ich am See ankam, sah es fast so aus, wie beim ersten Schneefall Anfang Januar. Der Schnee war nicht so tief und daher auch nicht so schwer zu laufen. Doch die Bäume und Sträucher, auch der See, alles sah so gepudert aus. Das hatte dann doch etwas Schönes an sich. Die Ruhe am See war sehr wohltuend. Nur in der Mitte vom See war eine große Stelle, die nicht zugefroren war. Dort tummelten sich allerlei Wasservögel mit lautem Gequake. Es war ein angenehmes Geräusch. Ich habe den Lauf doch genießen können.
Trotzdem wäre mir wohler, wenn die schneefreie Zeit sich nun wirklich endgültig verabschieden würde. Ich finde, davon hatten wir mehr als genug in diesem Jahr.