Mein Wochenende ist läuferisch von ruhigen Läufen in den frühen Morgenstunden geprägt. Ich stehe noch immer gerne früh auf, um in aller Ruhe meine Runde zu drehen. Ich mag diese ruhigen Morgenstunden, wo noch keine Hektik, kein Stress weit und breit zu spüren ist. Am See trifft man wenige Menschen laufend, walkend noch weniger mit Hund. Nur die Wasservögel hört man laut gackern. Sie geben dem Ganzen ihren eigenen Charakter. Noch vor wenigen Wochen war die Wiesen am See mit vielen Menschen belegt, die teils fast nackt auf Decken oder Stühlen in der Sonne saßen oder lagen. Es ist keine Grillrauchwolke weit und breit mehr da. Es ist nur die Ruhe des Sees, das Gegackere der Enten und Gänse und ab und zu Walker und Läufer, die einem entgegen kommen. Keiner spricht ein Wort. Es wird maximal gegrüßt, wenn überhaupt. Ich könnte natürlich auch später laufen so ein oder zwei Stunden. Doch ich mag eben diese stillen Minuten am See, wo ich leicht und locker meines Weges trabe, mich meinem eigenen Rhythmus hingebe. Schritte, Puls, Atem, alles paßt harmonisch zusammen. Da ist kein schlechter Gedanke, sondern einfach nur angenehme Ruhe, nichts, aber auch wirklich nichts was stört.