Die letzten Tage war im Büro sehr viel zu tun. Das schlauchte doch sehr. Ich merkte es beim Laufen, ich war ein wenig müde. Ich ließ es halt etwas gemächlicher angehen.
Auch heute früh war mein Lauf von etwas Müdigkeit begleitet. Waren die Beine noch vor wenigen Tagen frisch und locker, fühlten sie sich nun ein wenig schwer und kraftlos an. Auch die Lust war nicht die, wie sie sonst so oft ist. Trotzdem raffte ich mich auf, um meine Runde zu drehen. Bei 8 Grad und Regen lief ich los mal wieder in Richtung Rheinwiesen. Hier ist es ruhig, die Wege sind schön weich, genau das Richtige für mich. Unterwegs waren viele zum Teil recht große Pfützen auf den Wegen. Es hat ja auch in den letzten Tagen vermehrt geregnet. Die Roos hat schon wieder ein wenig Wasser. Es sieht braun und dreckig aus. Was mir in den letzten Tagen auch schon am See auffiel ist, dass sehr viele Wildgänse unterwegs sind. Hier am Niederrhein ist es in dieser Jahreszeit häufig milder als in anderen Landesteilen. Mir scheint, dass sie deshalb hierher gezogen sind. Weiß nicht, ob sie nur kurze Rast einlegen, um dann noch weiter Richtung Süden zu fliegen oder ob sie sich hier niederlassen. Es sind auf jeden Fall viel mehr Wildgänse da als noch vor kurzem. Als ich am Rhein war, war reger Schiffsverkehr zu sehen. Es fahren eigentlich immer Schiffe hin und her. Dass gar kein Schiff vorbei kommt, ist fast nicht vorstellbar. Es sind Riesenkähne, deren Motoren laut dröhnen. Direkt am Rhein ist es nicht leise und ruhig. Doch das Motorengeräusch ist recht monoton und gehört eben auch zum Fluß dazu. Heute lief ich an der Stelle, wo ich meistens kehrt mache, weiter. Der ausgebaute Weg endet, ein Trampelpfad auf grüner Wiese beginnt. Dieser war recht matschig und tief. Es war anstrengend, hier lang zu laufen. Ich lief ein Stück den Weg hoch. Irgendwann überquerte ich die ganze Wiese und lief dann oben ein Stück weiter den Deich hoch wieder auf einem ausgebauten Weg. Dieser war doch viel angenehmer. Ich hatte die Hälfte meines Pensums geschafft und lief gemächlich wieder zurück. Ich genoß die Ruhe. Heute begegnete mir hier wirklich kein einziger Mensch. Erst als ich den Deich wieder auf der anderen Seite verließ, kamen mir wenige entgegen. Mittlerweile hatte der Regen aufgehört. Noch ein kleines Stückchen und ich war auch schon wieder Zuhause. 14,43 km waren es am Ende doch. Ich war müde und doch zufrieden mit mir.