Am Wochenende hatte ich nach 12 1/2 Jahren Abstinenz endlich mal wieder an einer Laufveranstaltung teilgenommen. Es war der erste Lauf der Duisburger Winterlaufserie. Man kann die große (10, 15, HM) oder die kleine (5, 5, 10)Serie laufen. Ich habe mich für die kleine entschieden. Ich wollte erst mal sehen, wie sich das Ganze anfühlt und wie ich damit zurecht komme.
Zum Glück waren an diesem Wochenende kein Schnee, kein Glatteis und keine eisigen Temperaturen da. Noch eine Woche zuvor hatte es hier ganz anders angesehen.
Ich war schon früh am Veranstaltungsort vor der MSV-Arena. Der Treffpunkt war ein kleines Leichtathletik-Stadion. Ich holte meine Startunterlagen ab und hatte noch viel Zeit bis zum Start um 14.oo Uhr. Ich lief mich rechtzeitig ein wenig warm und stellte mich dann in das Starterfeld. Da es die 25. Winterlaufserie war, wurden einige Jubilare geehrt. Dann fiel endlich der Startschuss.
Links und rechts säumten viele Menschen die Straße. Sie hatten alle ein herzliches Strahlen im Gesicht, klatschten, winkten und hatten Spaß. Die Sonne fühlte sich davon so angelockt, dass sie sich auch kurz einmal blicken ließ, um zu gucken, was da los ist. Es war eine schöne herzliche Atmosphäre, die mich alles andere als kalt ließ. Wir liefen am MSV-Stadion vorbei, einmal halb rum um dann auf das Gelände der Regattabahn einzubiegen. Die Wege waren zum größten Teil asphaltiert und sehr gut zu laufen. Ich war viel schneller unterwegs, als ich mir vorher vorstellen konnte. Nach dem 1. km zeigte meine Uhr eine Zeit unter 7 Min an und alle weiteren km auch. Ich konnte es kaum glauben, doch es war tatsächlich so. Um mich herum waren viele Leute. Man überholte sich gegenseitig immer mal wieder und doch hatten wir in etwa das gleiche Tempo.
In der Gruppe mit anderen zu laufen ist doch was ganz anderes, als alleine vor sich hin zu traben. Ich habe mich sehr gewundert, wie so manch einer schon früh heftig schnaufte. Das hörte sich überhaupt nicht locker und leicht an. Mein Lauf fühlte sich locker und leicht an, obwohl ich viel schneller unterwegs war wie sonst. Eine Erklärung dafür habe ich bis heute nicht gefunden. Der Blick für die Natur ist kaum realisierbar. Ich registrierte lediglich, dass man mit einem Boot nicht das Wasser hätte passieren können, da noch zu viele kleine und größere Eisschollen da waren.
Nach etwas mehr als zwei km passierten wir eine kleine Brücke, um auf der anderen Seite des Kanals wieder zurück zulaufen. Nach km 4 bogen wir in den Wald, um schon bald wieder in die Nähe des Stadions zu kommen. Da stand ein Schild "noch 500 m". Dann bogen wir ins Stadion ein, liefen noch eine halbe Runde bis dass das Ziel endlich da war. Ich stoppte meine Uhr bei 33,54 Min, eine für mich sensationell gute Zeit. Ich habe sie relativ locker geschafft und war froh und glücklich darüber. Die ganze Atmosphäre hat mir sehr gut gefallen. Ich freue mich nun schon sehr auf den 2. Lauf, der in vier Wochen statt finden wird.