Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Es ist Samstag Morgen. Da muss ich nicht zur Arbeit. Ich kann gleich nach dem Aufstehen meine Laufrunde absolvieren.
Ich liebe diese frühen Morgenläufe ganz besonders. Ich bin frisch und ausgeruht. Da ist keine Hektik, kein Lärm, keine Unruhe, die ich erst einmal abschütteln müßte. Draußen die Natur ist auch gerade erst erwacht. Schon beim ersten Schritt aus dem Haus ist das große Vogelkonzert nicht mehr zu überhören.
Mein Weg endet nicht an meinem Auto, nein er fängt jetzt gerade erst an. Ich laufe los und genieße die angenehm frische Luft. Es ist ca. 10 Grad warm und es regnet. Es ist ein leichter Regen, dessen Tropfen sanft vom Himmel fallen. Ich habe meine Regenjacke an und mein Käppi auf. Ich laufe durch den kleinen Wald. Hier höre ich das Vogekonzert noch viel intensiver. Außerdem hoppeln rechts und links von mir viele Kaninchen, die man zu spätere Tageszeit hier alle nicht mehr sehen wird. Ich laufe vor mich hin und lausche dem Geräusch des Regens, dem leisen Tröpfeln, höre die Vöglein zwitschern und zwischendrin immer mal wieder einen Specht gegen einen Baum hämmern. Schön ist das.
Später am See sind wieder einige mit ihren Hunden unterwegs. Man sieht sich kurz an, man kennt sich mittlerweile und grüßt freundlich, bevor jede weiter seines Weges zieht. Auch ein paar Walker sind schon aktiv.
Hier unten am See ist die Luft ein wenig drückend. Ich habe das Gefühl, dass Regenjacke und Käppi fast schon zu viel des Guten sind. Ich mach den Reißverschluss weit auf, um viel Luft an meinen Körper zu lassen.
Ich laufe weiter gemächlichen Schrittes hinten an der Tennisanlage die Straße hinauf und weiter die Brücke hoch und am Ende wieder runter. Noch ein Stück die Straße lang, die Bundesstraße überqueren und dann bin ich mal wieder in den von mir geliebten Feldern. Die Felder sind noch immer struppig. Es hat sich noch nichts getan. Es wird aber sicher nicht mehr lange dauern, bis dass die Bauern hier aktiv werden. Heute ist es hier aber angenehm ruhig. Der Regen ist etwas intensiver geworden. Auch die von mir am See als Schwüle empfundene Luft ist hier viel angenehmer. Es weht ein kühler Wind. Ich ziehe den Reißverschluss wieder höher.
Ich weiß nicht warum, aber immer wenn ich hier nur wenige Schritte laufe, läuft es sich einfach besser als unten am See. Meine Gedanken gehen auf eine weitere Reise, die Beine laufen lockerer und leichter und auch der Atem ist nicht ganz so tief.
Ab und an kommt mir auch hier jemand mit Hund entgegen und manchmal sogar vereinzelte Läufer. Wieder wird freundlich gegrüßt. Mittlerweile sind mir Regenjacke und Käppi ganz recht und alles andere als lästig. Ich fühle mich wohl, so wie ich hier lang laufe.
Dann geht es wieder zurück an den See, wo ich meine Umrundung dann vollende. Sogleich spüre ich wieder, dass die Luft ein wenig drückender ist, wie oben in den Feldern. Doch ich bin längst in meinem Element, so dass mich das nun nicht mehr stört.
Am Ende komme ich zufrieden wieder Zuhause an. Dieser Lauf hat mal wieder viel Spaß gemacht.