Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Dieser Winter will kein Ende nehmen. Seit gestern Nachmittag schneit es hier in einem durch.
Heute morgen war mal wieder alles weiß, die Straßen und Wege, Bäume und Sträucher, die Häuser und Autos, wirklich alles. Das braucht doch jetzt eigentlich kein Mensch mehr. Doch danach wird ja nicht gefragt.
Etwas missmutig stand ich heute morgen auf. Doch meinen täglichen Lauf wollte ich mir nicht vermiesen lassen. Also holte ich die Winterklamotten wieder raus und ging mit Handschuhen, Mütze und Bufftuch ausgestattet vor die Türe. Man tapst bei jedem Schritt knöcheltief in den Schnee. Außerdem schneite es noch immer und ein kräftiger Wind wehte noch dazu.
Die Wege waren recht unterschiedlich zu laufen. An manchen Stellen waren richtige Schneeverwehungen, wo die Spuren von Autos und Menschen schnell wieder zugeweht wurden. Da war der Schnee besonders tief. Dann gab es aber auch Stellen, die fast frei waren von Schnee, weil der Wind diesen da schon weg gepustet hatte. Es war kein einfaches laufen und dennoch recht interessant.
Das Auge bekam mal wieder viel Schönes zu sehen. Der erste Blick auf den See ist fast immer der schönste für mich.
Es ist das Eintauchen vom städtischen Ambiente ins Grünliche.
Und dennoch sehnte ich mich danach, wie es noch gestern und die vielen Tage zuvor war. Das Laufen war doch viel angenehmer und leichter. Man konnte einfach so vor sich hinschweben.
Doch heute musste man schon acht geben, wo man lang lief. Mal musste man die Füße ganz schön hoch heben und an anderen Stellen auch auf Unebenheiten achten.
So mühte ich mich mehr schlecht als recht über meine heutige Laufrunde.
Doch ich bin froh, dass ich nun Urlaub habe und den ganzen Wahnsinn auf den Straßen nicht mitmachen muss.
So gucke ich mir das Schauspiel von drinnen an und hoffe, dass der Winter nun wirklich nur ein kurzes Gastspiel gibt.