Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Es sind ein paar Tage vergangen, an denen ich nicht gelaufen bin. Nach meinem kleinen Malheur war diesmal nicht nur das äußere Band vom linken Knöchel betroffen sondern auch das innere. Das gesamte Gelenk war geschwollen auch oben drauf und schmerzte bei Bewegung. Mittlerweile ist es aber wieder besser geworden. So konnte ich es kaum abwarten, um endlich wieder wenigstens ein kleines Ründchen zu laufen.
Heute früh war es dann endlich so weit. Ich war mir zwar nicht sicher, ob es gut gehen würde, aber ich wollte es wenigstens versuchen.
Die ersten Schritte fühlten sich noch sehr steif an im Fußgelenk. Auch lief die Unsicherheit mit mir.
Als ich in den Waldweg einbog, stellte ich erleichtert fest, dass mittlerweile viel weniger Laub hierdrauf lag. Laubsauger waren offensichtlich erfolgreich im Einsatz gewesen. So lief es sich doch gleich viel angenehmer.
Am See ist das sowieso kein Problem, weil hier ständig die Wege bearbeitet werden. Heute ist es recht warm, schon am frühen Morgen zeigt das Thermometer 14 Grad an. Zudem wehte ein kräftiger Wind. Der See liegt dadurch heute nicht ruhig da, sondern man sieht viele kleine Wellen. Der Himmel ist voller grauer dunkler Wolken, die schnell vorüberziehen.
Noch immer spüre ich mein Fußgelenk und bin mir sicher, dass es nur eine kleine Runde heute werden wird. Ich laufe auf den Trimmwald zu. Hier geht es ein kleines Stück steil bergauf. Das macht meinem Fuß aber nichts. Dann geht es kurz darauf auch wieder ein Stück bergab. Auch das macht meinem Fuß nichts. Ich laufe weiter und spüre, wie sich die Spannung im Fuß und auch im Kopf allmählich löst. Irgendwann dann ist es ein befreites lockeres Laufen, das endlich wieder Spaß macht. Ich laufe zwar sehr, sehr langsam. Aber ich laufe! Das ist das Einzige was in diesen Moment zählt.
Als ich an der Stelle ankomme, wo ich mein Ründchen nach rechts abkürzen wollte, laufe ich statt dessen links herum zum Binsenteich. Ich bin in meinem Element und möchte doch lieber die volle Runde laufen. Einmal um den kleinen See herum und dann bin ich auch schon wieder am Töppersee.
Nun schiebt mich der kräftige Wind von hinten an. Ach ist das schön. Die warme Luft fühlt sich ein wenig drückend an und macht das Atmen etwas schwer. Doch das stört mich nicht wirklich. Ich freue mich, dass ich mittlerweile wieder ganz gut laufen kann.
Am Ende komme ich sehr entspannt und zufrieden Zuhause wieder an. Das Fußgelenk hat gehalten, fühlte sich am Ende besser an als vorher und der Läuferseele tut das sehr, sehr gut. Ich bin froh, dass ich wieder laufen kann!