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Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?

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Gut, dass ich laufen kann

Die kühle Regenzeit scheint fürs Erste ein Ende zu haben. Seit ein paar Tagen ist es hier tagsüber ziemlich warm, das Thermometer klettert auf 27 bis 28 Grad. Das ist zum Laufen nicht optimal. Deshalb habe ich mich heute bemüht, wieder einmal früh auf den Beinen zu sein.

 

Ganz früh war es noch ganz angenehm bei ca. 17 Grad. Außerdem war es bewölkt, so dass das Laufen viel angenehmer war, als die Tage zuvor, wo ich erst viel später laufen konnte. Nach vielen Wochen und Monaten nahm ich heute das erste Mal wieder meinen Laufrucksack mit, um unterwegs bei Bedarf etwas trinken zu können.

 

Gegen 6.30 Uhr lief ich los. Da war noch nicht viel los da draußen. Die Natur war selbstverständlich schon längst erwacht, die Straßenlaternen aus, weil es bereits hell genug war. Doch Menschen sah ich zu Beginn meines Laufes keine.

 

Wie häufig am Samstag zog es mich heute wieder in die Felder. Hier steht das Grün auf den Feldern bereits recht hoch. Es dauert sicher nicht mehr lange, bis dass das Gras gemäht und als Heu in Scheunen landet.

2013 0342

 

So hoch und saftig wie in diesem Jahr, hab ich es hier schon sehr lange nicht mehr gesehen.

 

Meine Gedanken gehen dorthin, wo das Hochwasser das Hab und Gut  vieler Menschen zu vernichten droht. Die Bilder aus den Medien sind immer wieder vor meinem geistigen Auge. Auch bei uns sind die Rheinwiesen vom vielen Wasser des Rheins überflutet. Aber hier ist das keine Katastrophe, auch hat es hier nicht so viel geregnet wie im Osten und Süden Deutschlands.

 

Sind solche extreme Witterungsverhältnisse tatsächlich schon die ersten Auswirkungen vom Klimawandel? Muss man sich damit abfinden, dass uns nun häufig Unwetter in Form von Starkregen, Hochwasser oder auch alles zerstörende Tornados heimsuchen? Dass die Überschwemmungen derzeit im Osten der Republik zur Katstrophe führen und nicht hier im Westen, scheint mir reine Willkür zu sein. Wer weiß, vielleicht muss ich auch irgendwann meine Sachen packen und in irgendeiner Notunterkunft ausharren? Eine grausige Vorstellung.

 

Doch ich kann daran nichts ändern. Und selbst wenn sich einige oder gar viele Menschen finden würden, die das ändern wollten, wäre es wohl mehr als schwierig.

 

Um so wichtiger ist es wohl, jeden Augenblick des Wohlbefindens, des Glücklich- und Zufriedenseins zu genießen. Heute kann ich laufen genauso wie an den vielen vergangen Tagen zuvor auch. Mir tut nichts weh, mir fehlt es auch an nichts. Einzig die Bilder der furchtbaren Katastrophe sind permanent präsent in meinem Kopf und lassen mich mitfühlen mit denen, die zur Zeit dagegen ankämpfen. Ich fühle mich wohl, wenn ich laufe und doch nicht so recht mit diesen Gedanken und Gefühlen in mir. Es bedrückt mich. 

 

Doch etwas ist da, was hoffen läßt. Es ist schön zu sehen, wie die Menschen in der Not zusammenrücken und sich gegenseitig helfen. Das macht Mut und läßt die Betroffenen hoffentlich alles ein wenig leichter ertragen.

 

So in Gedanken versunken laufe ich heute meines Weges. Ich bin froh, dass ich laufen kann.

Kurz nach Acht Uhr bin ich wieder Zuhause. Es war ein guter Lauf.

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T
Sei froh, daß Du die Laufwelt so genießen kannst und nicht von der Flut betroffen bist. Möge das so bleiben. So langsam kommt die Hitze und dabei wäre Regen unbedingt nötig.<br /> <br /> Die Flut ist wahrlich eine Tragödie, die armen Menschen, die alles verloren haben und noch alles verlieren werden. Aber letztlich sind wir selbst Schuld daran. Versiegelung, Flüsse ausbaggern,<br /> verändern, umformen und Auenlandschaften zerstören. Sodann Häuser in Flußbetten oder Rückzugsflächen bauen und dann anschließend jammern, wenn alles absäuft. Der Mensch muß endlich lernen, nicht<br /> GEGEN die Natur zu kämpfen; würden wir MIT ihr leben, gäbe derlei nicht und wenn, nicht in dem Ausmaß.<br /> <br /> Liebe Grüße,<br /> <br /> Marcus
Antworten
K
<br /> <br /> Ja, ich bin wirklich froh, obwohl ich fast schon auch ein schlechtes Gewissen deshalb habe.<br /> <br /> <br /> Ich habe oft die Bilder aus den Medien vor Augen . Ist wirklich schlimm, was vielen da passiert. Zum Einen hast Du sicher recht, dass man die Natur nicht genügend geachtet hat und dies eine<br /> Auswirkung ist. Zum Anderen ist dies aber auch wirklich ein ganz außergewöhnliches Hochwasser. Ich fühle aber dennoch mit denen, die in diesem Schlammassel stecken und erst einmal kein Zuhause<br /> mehr haben. Eine fürchterliche Vorstellung für mich.<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße<br /> <br /> <br /> Kornelia<br /> <br /> <br /> <br />
U
Ja, ich habe es schon vernommen, dass die Hitze in südlicheren Gegenden Einzug gehalten hat, zum Glück sind wir verschont, da hilft wirklich nur ganz früh raus, das hat so viele Vorteile, wie man<br /> auch bei dir lesen kann !!<br /> <br /> Die Flutkatastrophe geht wohl an keinem von uns spurlos vorüber, man hat schon fast ein schlechtes Gewissen, dass es uns gut geht ! Schlimme Verhältnisse, dort würde keiner Gedanken für Sport in<br /> dieser Zeit haben, aber ich denke, diese weniger guten Zeiten schweißen die Menschen in dieser Region eng zusammen, weil die meisten helfen, wo sie helfen können, das finde ich großartig.<br /> <br /> Sonnige Seegrüße
Antworten
K
<br /> <br /> Stimmt, aber das Radeln ist dann später am Nachmittag um so schöner ;)<br /> <br /> <br /> Die Bilder sind schlimm und wenn ich den Rhein sehe mit seinem vielen Wasser, die Rheinwiesen sind hier überflutet, dann weiß ich, wieviel Glück wir haben. Es hätte auch uns so treffen können wie<br /> andere derzeit.<br /> <br /> <br /> Ich finde es auch toll, wie die Menschen dort das Ganze gemeinsam anpacken. Und es sind Helfer aus ganz Deutschland dabei. Das ist wirklich großartig.<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße<br /> <br /> <br /> Kornelia<br /> <br /> <br /> <br />