Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Das Jahr schreitet voran, der Sommer ist längst kein Sommer mehr.
Es wird später hell, das merke ich heute früh deutlich. Außerdem ist es richtig kühl am morgen.
Noch vor 8.00 Uhr laufe ich los, da zeigt das Thermometer gerade mal 8 Grad an. Trotzdem laufe ich in kurzen Sachen.
Die Sonne wird sich früh zeigen, das ist klar.
Gemütlich laufe ich los. Auf der Straße ist schon richtig viel los. In der Grundschule findet am heutigen Samstag irgendwas statt. Viele Kinder werden von ihren Eltern zur Schule gefahren. Wo es sonst ruhig und beschaulich zugeht, ich normalerweise mitten auf der Straße laufen kann, ist nun richtig was los und ich muss gut auf den Verkehr achten. Ist aber nur ein kleines Stück. Dennoch wundert es mich jedesmal, wenn ich sehe, wieviele Eltern ihre Kinder mit dem Auto zur Schule bringen.
Im Wald ist es noch ziemlich kühl, es fröstelt mich ein wenig. Auch am See ist es nicht anders. Die Sonne steht noch ganz tief und fast alles liegt in langen Schatten. Dem Grün auf der anderen Seite des Sees sieht man schon den Herbst an. Es verfärbt sich langsam ein wenig.
Ich laufe langsam, merke, dass ich etwas Zeit brauche, um richtig in die Gänge zu kommen. Es dauert nicht lange und schon bin ich oben in den Feldern angelangt. Ich merke, dass es nicht mehr ganz so früh ist. Da sind einige Autos unterwegs, aber auch viele Menschen, die mit ihren Hunden Gassi gehen. Alles läuft friedlich ab, wenn ich an den Hunden vorbeilaufe, worüber ich jedesmal auch froh bin.
Als ich aus Schwafheim raus laufe, steht die Sonne schon etwas höher. Ich habe sie in meinem Rücken und finde die wärmenden Sonnenstrahlen sehr angenehm. Lange bin ich hier nicht mehr diese Wege gelaufen. Ich mag die langen geraden asphaltierten Straßen, wo links und rechts große Felder liegen. Die meisten sind längst abgeerntet und umgepflügt. Auf manchen wächst Senfsaat und auf einigen steht hoch der Mais. Auch Pferde sehe ich vereinzelt auf den Weiden grasen.
Mittlerweile bin ich längst in meinem Element, habe mich eingelaufen und es läuft gut. Ich genieße die Ruhe und die angenehm wärmenden Sonnenstrahlen und das ganze Ambiente um mich herum. Kalt ist mir schon längst nicht mehr. Der Schweiß fließt längst von meiner Stirne und dem ganzen Körper. Mal habe ich die Sonne im Rücken, dann an der Seite und schließlich von vorne mitten in mein Gesicht. Ich bin froh, dass es nicht so warm ist und auch, dass es noch recht früh am Tage ist. Nur ein paar Stunden später dürften sich hier viel mehr Menschen zu Fuß und auch mit dem Fahrrad tummeln. Es lohnt sich fast immer, sich frühzeitig auf den Weg zu machen.
Bald schon bin ich wieder am See und habe es nun nicht mehr weit bis nach Hause.
Am Ende sind 21,3 km zusammengekommen, für die ich 2:36:49 Std. gebraucht habe. Es lief ganz gut heute.