Am 17.08.2008 habe ich erneut mit dem regelmäßigem Laufen begonnen.
Dies ist der Tatort meiner aller ersten Schritte exakt vor einem Jahr:

Dies ist ein kleiner Wald am Töppersee, wo früher mal ein Trimmpfad war. Die Geräte sind mittlerweile abmontiert, doch laufen kann man hier gut. Hier bin ich zunächst abwechselnd 100 Meter gelaufen und 100 Meter gegangen. Es war zu Beginn recht beschwerlich.
Doch ich machte recht schnell Fortschritte und irgendwann war ich froh, nicht nur immer in diesem Wald zu laufen, sondern sogar den ganzen See umrunden zu können.

Anfangs brauchte ich hierbei noch einige Gehpausen. Diese wurden im Laufe der Zeit weniger. Mittlerweile laufe ich eine Runde längst ohne Pause.
Ich habe von Anfang an die gelaufenen km notiert. Daher kann ich sagen, ich habe ca. 1.500 km geschafft. Dies ist aber eher nebensächlich. Viel wichtiger ist das gute Gefühl, das ich beim Laufen habe. Den Stress, den ich abbaue, das Wohlgefühl und vor allem die Nähe zur Natur.

Im Frühjahr haben mir vor allem die kleinen Gänse gefallen. Es war schön, diese Tiere beim aufwachsen zu beobachten.
Seit dem 3. April laufe ich nun sogar täglich. Es ist wunderbar, täglich zu laufen und wirklich jeden Tag zu beobachten, was am See los ist, was machen die Gänse, an manchen Tagen sehe ich sie gar nicht mehr. Die Anzahl wurde leider erheblich reduziert. Ich berichtete an anderer Stelle darüber.
Doch auch der Anblick des Binsenteiches, den ich nicht jeden Tag besuche, ist für mich immer wieder ein Highlight.

Erst letzten Samstag hatte ich dieses atemberaubende Erlebnis.
Ich bin froh, wieder zum Laufen zurückgefunden und das tägliche Laufen entdeckt zu haben. Es ist eine Bereicherung meines Lebens geworden. Ich möchte jedoch nicht nur jeden Tag weiter laufen, sondern auch entdecken, wo meine Grenze ist. Wie lange kann ich an einem Stück laufen, ohne es als Qual zu empfinden? Ich taste mich langsam und vorsichtig heran. Mal sehen, wo ich da lande.