Meistens merkt man oft schon auf den ersten Schritten, ob es gut oder nicht so gut läuft. Ich merkte heute sehr schnell, dass meine Beine unglaublich locker und mit einer Leichtigkeit liefen, dass es einfach nur pure Freude für mich war. Bin eine Distanz von 12,26 km in für mich guten 93,03 min. gelaufen völlig ohne Anstrengung und Müdigkeit, einfach nur toll. Das Wetter war nach den letzten Regentagen genauso gut drauf wie ich. Blauer Himmel, Sonnenschein und angenehm kühle Temperaturen so gegen 7.00 Uhr als ich los lief. Da kann man gar nicht anders, als mit großer Freude laufen. Habe, seit dem ich täglich laufe, enorme Fortschritte gemacht in doch recht kurze Zeit.
Hier spielen sicher mehrere Faktoren eine Rolle.
1. Ich habe in den 90er Jahren viele, viele Jahre Lauferfahrung gesammelt. Vielleicht weil ich auch vieles falsch gemacht habe, durch übertriebenen Ehrgeiz so manches mal überzogen hatte, daraus lernen können.
2. Die 6-jährige Abstinenz hat mir genügend Zeit zum Nachdenken gegeben.
3. Danach musste ich natürlich erst einmal wieder in die Gänge kommen. Wie das gehen kann, wußte ich ja und so ging es im August 2008 wieder ganz gut los.
4. Das Tägliche Laufen hat aber noch viel mehr bewirkt. Zum Einen hatte ich zuvor großen Respekt vor solch einer Leistung und mir war klar, ich musste dieses Vorhaben langsam und mit Disziplin angehen. Das wöchentliche Pensum spielt eine wichtige Rolle genauso wie die reinen Regenerationsläufe, die ich bewußt immer wieder einbaue. Ich glaube, das tägliche Laufen hat bei mir bewirkt, dass ich viel mehr darauf achte, meinen Körper nicht zu überfordern. Ich spüre, wie er es mir mit immer besseren Leistungen dankt. Ich komme eigentlich besser mit täglichen kürzeren Läufen zurecht, als 3 - 4 mal wöchentlich je ca. 1 Stunde oder mehr zu laufen. Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal Muskelkater vom Laufen hatte.
Außerdem mache ich täglich zahlreiche Übungen wie Situps, Liegestützten, Dehnen der Waden, Achillessehne, hintere, vorderer, innere Oberschenkel, Rumpf, Brust- und Halswirbelsäule sowie Fußgelenke und abschließenden Kniebeugen.
All das zusammen ergibt für mich ein Paket, was mich schon weiter gebracht hat, als ich mir vor einem Jahr vorstellen konnte. Es bestärkt mich, weiter mit Geduld diesen Weg zu gehen. Bin mir sicher, ich werde eines Tages vielleicht sogar eher als ich mir das heute vorstellen kann, einen Marathon laufen können und wer weiß wie weit mich meine Füße noch tragen.