Im Büro war es heute stickig und heiß. Öffnete man das Fenster, kam auch noch der Lärm von mehreren Baustellen dazu. Ich fühlte mich müde, mein Kopf dröhnte, die Füße wurden dicker, irgendwie alles überhaupt nicht mein Fall. Man spürte im Hochhaus ordentlich den Wind, er pfiff ganz schön.
Nach Feierabend war ich dann froh, mein Highlight in Form eines Laufes vor mir zu haben. Den ganzen Tag über gab es immer mal wieder Wolken, die einen ahnen ließen, dass da noch was kommen sollte. Als ich mein Auto am Parkplatz abstellte, war es wieder so. Doch da das gestern auch der Fall war, ließ ich mich nicht davon beeindrucken. Bei stürmischen Wind lief ich los. Ich war froh, meine Brille auf zu haben, denn es wehte Sand vom Weg, Blätter von den Bäumen sogar Äste flogen durch die Gegend. Es war aber nicht wirklich bedrohlich, sondern für mich einfach nur schön. Irgendwann fing es auch an zu regnen, erst nur ein paar Tropfen, später dann aber richtig feste. Durch meine Brille konnte ich nicht mehr viel sehen. Doch der Regen war warm und ich fühlte mich wohl. Ich überholte eine junge Frau, die trotz des Wetters in aller Ruhe spazierenging und mich anlächelte. Sie genoss das Wetter und den angenehmen Regen nach diesem drückend heißen Tag offensichtlich genauso wie ich. Bin aber wohl in meiner Euphorie am Ende etwas zu schnell gelaufen. Aber was solls. Es hat mal wieder richtig viel Spaß gehabt. Hätte ich mein Shampoo dabei gehabt, hätte ich Zuhause nicht mehr duschen müssen. Jedenfalls fühle ich mich nun wesentlich wohler, als die ganzen vielen Stunden im Büro.