Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Hu, der Winter ist zurück. Er bringt uns hier vor allem Kälte ins Haus.
Die Wolken sind weg, der Regen auch. Ich bin fürs Erste nicht traurig drum. Ich laufe zwar ausgesprochen gerne, wenn es regnet. Aber das war ja nun seit Dezember ein täglicher Dauerzustand.
Heute morgen ganz früh zeigte das Außenthermometer Minustemperaturen an. Oha! Da muss man erst mal wieder überlegen, wie man sich dazu passend anzieht. Bloß nicht zu dick, aber frieren will ich natürlich auch nicht.
Mit eine etwas dickeren langen Laufhose, einem langärmeligen Laufshirt mit hohem Kragen, eine Laufjacke noch darüber, einem Halstuch, Mütze und Handschuhen war ich ganz gut bestückt.
Gleich die ersten Schritte draußen fühlten sich wunderbar an. Die Luft ist nicht zu kalt, aber schön klar und vor allem endlich mal wieder trocken. Für Sonnenstrahlen ist es aber noch zu früh am Tag.
Die Autos sind alle mit einer dicken Eisschicht bedeckt, die Pfützen spiegelglatt zugefroren, auf den Wiesen ist alles weiß von Rauhreif und auch im Wald und auf dessen Wegen ist das so. Es wechselt gerade von der Nacht auf den Tag ist nicht mehr ganz so dunkel aber eben auch noch nicht richtig hell.
Ich mag die Ruhe im Wald. Doch auf der Straße am Ende des Waldes ist schon mächtig viel Betrieb. Auch kurze Zeit später am See sind schon wieder einige mit ihren Hunden unterwegs. Ich laufe schön gemütlich meines Weges, verbleibe nicht nur am See, sondern drehe auch wieder eine kleine Runde durch die Felder. Es weht kein Lüftchen. In der Ferne sieht man, wie der Qualm aus den Industrieschornsteinen kerzen gerade nach oben steigt. So eine Witterung ist sehr selten. Von irgendwo weht immer der Wind, mal mehr mal weniger. Aber heute scheint es tatsächlich windstill zu sein.
Ich laufe leicht und locker meines Weges, wundere mich zwischendurch, wie schnell ich heute laufe, versuche zu bremsen um dann kurze Zeit später wieder festzustellen, dass ich für meine Verhältnis recht flott unterwegs bin. Aber es fühlt sich wirklich gut an. Meine Gedanken gehen zwischendurch mal wieder auf Reisen und sind ausnahmslos positiv.
Als ich schon wieder auf meinem Rückweg bin, sehe ich, wie in der Ferne die Sonne aufgeht. Rötlich und schwer sieht das noch aus. Ich denke an die Zeit, wo man vor der Sonne, wenn sie ganz hoch am Himmel steht, lieber fliehen möchte.
Ein paar Pferde stehen eingepackt in warme Decken auf der Wiese.
Später am Töppersee sind schon wieder viele Hunde unterwegs. Zwei weiße Schäferhunde und ein Golden Retriever toben ausgelassen dort herum. Mit ein wenig Muffensausen laufe ich dran vorbei. Später spielt ein Collie mit einem Stöckchen, sieht mich und muss doch wenigstens mal schnüffeln kommen. Herrchen ruft ihn sofort zurück und entschuldigt sich. Ich sag jetzt lieber nix weiter dazu. Ich bin eigentlich immer wieder froh, dass ich trotz all der vielen Hunde, die meinen Weg kreuzen, heil Zuhause ankomme.
Es war heute mal wieder ein schönes Ründchen, das ich doch flotter und vor allem lockerer bewältigt habe, als das noch vor gut einem Monat der Fall war. Ist ne wirklich schöne Zeit zum Laufen.