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Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?

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Streakrunner erobern die Ruhr

Zunächst haben sich  einige der Eroberer am vergangenen Mittwoch an meinem heimischen Töppersee getroffen. Sie kamen teilweise von weit her und ließen sich mit ihren Wohnmobilen und Campingbussen dort für eine Nacht nieder. Als ich mich dazu gesellte, waren schon längst alle bereit für ein gemeinsames kleines Ründchen rund um den hiesigen See.

 

Wie das so ist, wenn man sich kennt und eigentlich doch nicht so richtig, man hat sich ja sooo viel zu erzählen. So wurde beim Lauf reichlich viel geredet, über dies und über das und über vieles andere noch. Wir liefen in einem gemütlichen, manchmal auch recht flotten Tempo. An der Wasserskianlage, einem idealen Treffpunkt für Leute von Nah und Fern, ging es los zunächst an der Bahntrasse, die oben lang führt, vorbei. Es folgten das Anglerheim, die Segler, der Wald mit ein wenig Auf und Ab, dann vorbei an den Surfern und vorbei an den vielen großen Wiesen. Immer links von uns war der See. Es war schwül, warm und nicht so viele Menschen unterwegs. Schnell folgte schon der große Spielplatz, weiter ging es vorbei am Schwimmbad und schwups war die Runde auch schon geschafft. Dabei war noch längst nicht alles erzählt. Aber dafür sollten ja die nächsten Tage noch genügend Zeit bringen.

 

Am Donnerstag startete der Großteil der Gruppe in Duisburg-Ruhrort, um immer entlang der Ruhr durch das Ruhrgebiet zu laufen. Mancher hat sich vermutlich arg gewundet, wie Grün es hier überall ist und auch wie schön. So ganz genau weiß ich das aber nicht, weil ich mich erst wieder am Samstag dazu gesellte.

 

Da waren die Ruhreroberer bereits bis nach Hattingen vorgedrungen. An einem kleinen Zeltplatz direkt am Fluß habe ich sie alle wieder getroffen. Es war ein fröhliches Hallo, das Frühstück war gerade in den letzten Zügen. Bald schon waren alle bereits für die nächste Laufetappe und dann ging es auch schon wieder los.

 

Es war diesmal wirklich ziemlich drückend und schwül, ab und an kam auch die Sonne durch, kein ideales Laufwetter, schon mal gar nicht für eine längere Etappe. Aber gejammert wurd nicht, sondern gelaufen und der Spaß kam dabei nicht zu kurz. Schon bald waren wir am Kemnader See. Hier fließt die Ruhr mittendurch. Mancher lief etwas schneller, andere wieder etwas langsamer, wozu auch ich gehörte. Aber zwischendurch gab es ausreichend und lange Pausen, wo sich alle wieder fanden. Es wurde viel getrunken, ein paar Begleiter der Läufer sorgten an provisorischen Verpflegungspunkte wirklich für eine Topp-Verpflegung. Da fehlte es wirklich an nichts. Das ist schon wirklich ganz erstaunlich, was mit wenigen Menschen doch auf die Beine gestellt werden kann!! Ein ganzes dickes Lob von mir an das gesamte Helferteam und dem Organisator! Da könnte sich manch ein Profi-Veranstalter eine dicke Scheibe von abschneiden!

 

Das Ende dieser Etappe (ca. 29 km ) war in Wetter auf einem Campingplatz eines örtichen Kanuvereins. Die Fahrzeuge wurden herbeigeschafft, Zelte aufgebaut und anschließend wurden alle mit Gegrilltem reichlich verwöhnt. Es fehlte auch hier wirklich Nichts!!! Das reizte sogar Petrus zu unglaublichen Tränen. Er kriegte sich die ganze Nacht über gar nicht mehr ein. Er weinte vor Rührung und weinte die ganze Nacht hindurch. Auch am Morgen schluchzte er beim Frühstück noch die eine oder andere patschnasseTräne aus seinem Gesicht. Aber noch bevor wir wieder los liefen, hörte auch sein reichlicher Tränenfluss wieder auf.

 

Am Sonntag, dem letzten Tag der Ruhreroberung wurden zuerst die Fahrzeuge der Teilnehmer zum Zielort gebracht und die Laufbegleiter brachten uns zum Start der heutigen Etappe wieder zurück.

Das Ruhrgebiet sieht an dieser Stelle so viel anders aus als in meiner Heimat, die flach und eben ist. Hier ist es richtig hügelig und so war auch die Strecke. Es ging häufig ziemlich hoch und runter und die Sonne kam nun auch noch dazu. Längst war es nicht mehr so schwül wie noch am Vortag und somit wesentlich angenehmer zu laufen. Viel Wald war rechts und links des Flusses, im Tal, wo beidseitig ziemlich hohe Hügel / Berge waren. Man spürt, das Sauerland ist hier nicht mehr fern. Unsere Tour führte uns heute bis nach Schwerte (ca. 16,6 km).

 

Das außergewöhnliche an dieser Tour war für mich vor allem  das menschliche Miteinander, die gegenseitige Rücksichtnahme, das Respektieren, der gemeinsame Spaß am Laufen ohne Wenn und Aber, das dieses außergewöhnliche Happening zu einem unvergesslichen Erlebnis werden ließ. Mir fehlen noch immer die Worte, um das Alles richtig wieder zu geben.

 

Es ist schön, wenn man sich hauptsächlich aus der virtuellen Welt kennt, sich nun endlich mal persönlich kennen- und vor allem noch viel mehr schätzen zu lernen! Wir sind gemeinsam viele KM gelaufen, haben die Natur und schöne Landschaft genossen, haben Speis und Trank beinahe brüderlich miteinander geteilt und sehr viel Spaß und Freude dabei gehabt.

Ich bin f roh, dass ich mich doch noch zumindest zu der Teilnahme am Wochenende entschlossen habe. Es hat mir Spaß gemacht.

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D
<br /> Hallo Kornelia,<br /> Dein Bericht macht anschaulich deutlich, dass ihr allesamt wohl ein schönes Gemeinschaftserlebns verbringen konntet, etwas, das über das Laufen an sich hinaus ging. Bei Besuchern aus anderen<br /> Bundesländern haben wir auch schon erfahren können, dass immer noch bestimmte Vorstellungen über das Ruhrgebiet vorherrschen, die überwiegend nicht (mehr) zutreffen. Spätestens dann wird einem<br /> wieder einmal bewußt, wie es in der näheren oder weiteren Umgebung aussieht und wie Besucher dies so erfahren. Das finde ich persönlich immer ganz nett.<br /> Liebe Grüße<br /> Dietmar<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Hallo Dietmar,<br /> <br /> <br /> wir Läufer sind ja häufig Individualisten, wenn wir laufen. Sich dann aber in einer Gemeinschaft wieder zu finden, gemeinsam zu erleben und eine schöne Zeit zu verbringen ist etwas ganz<br /> Besonderes. Ich finde es schön, zu sehen, wie positiv Besucher aus anderen Bundesländern reagieren, wenn sie im Ruhrgebiet zu Besuch sind. Wenn man will, kann man hier so viel Schönes sehen. Das<br /> ist es einfach wert, entdeckt zu werden.<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße<br /> <br /> <br /> Kornelia<br /> <br /> <br /> <br />
T
<br /> Ja, ich würde mich sehr freuen, wenn uns das auch gelingen würde. Die Treffen, die ich bis jetzt erlebte, waren allesamt höchst wunderbar, wenn auch immer viel, viel zu kurz. Das ist immer<br /> schade...<br /> <br /> <br />
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K
<br /> <br /> Ich werde mich in Kürze mal per Email bei Dir melden. :)<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße<br /> <br /> <br /> Kornelia<br /> <br /> <br /> <br />
U
<br /> Liebe Kornelia, viele ähnliche Erfahrungen habe ich auch schon gemacht, man kennt sich via Internet eigentlich schon ganz gut und ist meist nicht überrascht, wenn man die Person dann persönlich<br /> trifft.<br /> <br /> Wie gut, dass es dieses Medium gibt !<br /> <br /> <br />
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K
<br /> <br /> Dieses Medium bietet sooo viele tolle Möglichkeiten, vor allem aber, nette Leute dann auch irgendwann mal persönlich kennen zu lernen. Das ist wirklich toll.<br /> <br /> <br /> <br />
T
<br /> Liebe Kornelia,<br /> <br /> es ist in der Tat sehr schön, die virtuelle Welt (endlich) hinter sich zu lassen und die Menschen persönlich zu treffen. Und das mit einem Lauf verbinden, ist nicht minder grandios. Zu meinem<br /> Jubiläum habe ich dieses Jahr erst ähnliches erlebt – dies besitzt seine eigene Qualität. Sich in der herrlichen Natur zu bewegen und das noch mit Gleichgesinnten ist wunderbar. Daß die Gespräche<br /> dabei nie enden wollen, weiß ich nur zu gut. ;)<br /> <br /> Der Tag wird Dir sicherlich sehr lange in Erinnerung bleiben.<br /> <br /> Liebe Grüße<br /> <br /> Marcus<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Lieber Marcus,<br /> <br /> <br /> da kann man mal sehen, was die virtuelle Welt für Kontakte ermöglicht. Obwohl man weit auseinander wohnt, ist man in der Lage, gemeinsam so einen Lauf zu bewältigen. Ohne die virtuelle Welt wäre<br /> es in dieser Form nicht möglich. Toll ist das.<br /> <br /> <br /> Ja, sich so viele Stunden gemeinsam in der Natur zu bewegen, hat was ganz Besonderes finde ich. Und noch schöner ist es, dass man sich sooo viel zu erzählen hat. Wer weiß, vielleicht kriegen wir<br /> das ja auch noch hin? Was meinst Du?<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße<br /> <br /> <br /> Kornelia<br /> <br /> <br /> <br />
P
<br /> Liebe Kornelia,<br /> <br /> ich habe mich sehr gefreut, endlich mal dein Laufgebiet kennen zulernen. Ganz besonders gefreut habe ich mich, daß du dich doch entschlossen hast, die letzten beiden Etappen mitzulaufen. Siehst du<br /> - es war doch wunderschön und es spielte überhaupt keine Rolle, wer wie schnell oder langsam läuft...<br /> Hab vielen dank für die gemeinsamen Kilometer und den schönen Bericht!<br /> Viele liebe Grüße<br /> Petra<br /> <br /> <br />
Antworten
K
<br /> <br /> Liebe Petra,<br /> <br /> <br /> ich fand es auch toll, Dich mal auf meiner Heimrunde begrüßen zu können.<br /> <br /> <br /> Naja, ein bißchen hing ich schon hintendrin auf beiden Etappen. Aber Du hast recht, es war am Ende tatsächlich egal. Wir hatten trotzdem gemeinsam unseren Spaß!<br /> <br /> <br /> Ich danke Dir ebenfalls für die gemeinsamen Kilometer und die vielen schönen Stunden!<br /> <br /> <br /> Liebe Grüße<br /> <br /> <br /> Kornelia<br /> <br /> <br /> <br />