Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Jeden Tag ist mein Laufarreal derzeit anders. Es bietet mir eine große Palette von dem, was der Winter einem so bieten kann. Mal schneit es, alles ist weiß, die Wege, die Bäume und Sträucher, alles sieht anders aus, wie ein kleiner Winterzauber. Aus dem Schnee, der auf den Wegen liegt, wird jeden Tag ein bißchen mehr Glatteis, so daß man sehr vorsichtig laufen muss. Außer es fällt neuer Schnee oder wie am Wochenende, wenn alles taut und vom Regen weggespült wird. Dann ist für kurze Zeit alles wie zuvor und man kann leicht und locker laufen. Doch dann schneit es schon recht bald erneut. Mal laufe ich, wenn es gerade schneit, am nächsten Tag ist es zwar trocken, aber der Himmel grau in grau oder es scheint die tief stehende Sonne und der Himmel ist blau. Mal schlitter ich mit schlotternden Knien über das Eis, dann finden meine Füße im zarten Neuschnee besseren Halt, mal patsche ich durch das nicht abfließende Nass und dann wieder ungehindert ohne all das.
Auch der See zeigt jeden Tag ein anderes Gesicht. Erst hat es eine ganze Zeit gedauert, bis man das erste Eis darauf sehen konnte. Doch kaum war es da, war es auch schon wieder weg. So wie die Wege frei von Schnee und Eis waren, so war auch der See. Dann wurde es erst kälter, der See fror wieder an manchen Stellen zu, diesmal jedoch ohne Schneepuderschicht. Doch die ließ nicht lange auf sich warten. Schon am nächsten Tag sah es so aus, wie auf den Bilder in meinem vorigen Artikel, alles weiß gepudert. Nur soll man nicht meinen, dass dies ein starres Bild sei. Nein, wo gestern noch Wasser, ist heute das Eis, und wo zuvor das Eis war, sieht man heute schon wieder kleine Wasserwellen.
Wenn ich dieses Schauspiel Tag für Tag aufs Neue beobachte, denke ich mir, dass die Unbeständigkeit hier ständig am Werke ist. Man kann sich selbst auf den Wetterdienst nicht wirklich verlassen. Eigentlich war erst für Donnerstag neuer Schnee angekündigt. Doch Montag, Dienstag und Mittwoch sorgte neuer Schneefall für Chaos auf den Straßen. Beständig ist derzeit nur die Unbeständigkeit, da ist es schon wieder.
An die Kälte habe ich mich mittlerweile gewöhnt und der Schnee und das zarte Eis gefallen mir gut. Das Laufen ist anstrengender als gewohnt, doch auch das ist kein Problem.
Im Büro ist derzeit Hochbetrieb. Der Jahresabschluss fordert uns alle mehr als uns lieb ist. Ich bin jeden Tag froh und dankbar, wenn ich zeitig nach Hause kann, um im Hellen meinen täglichen Lauf zu absolvieren, um zu sehen, wie es heute wieder in meinem Laufrevier aussieht, was sich verändert hat, ob die Unbeständigkeit noch immer da ist. Gerade in hektischen Zeiten wie diesen, ist mir das Laufen besonders wichtig. Bisher klappte das ja auch ganz gut. Aber ich weiß ja, beständig ist nur die Unbeständigkeit. Ich hoffe nur, dass die um meine berufliche Arbeitszeit einen Bogen macht.