Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Jetzt ist der Winter mit Schnee auch am Niederrhein angekommen. Bereits gestern morgen ging das los, als Petrus seine Schleusen öffnete und viel, viel Schnee vom Himmel fallen ließ. Ruckzuck war alles weiß, die Häuser, die Autos, die Straßen... Doch das befürchtete Verkehrschaos blieb aus. Alles, so empfand ich es, lief normal ab.
Allerdings mein Lauf am gestrigen Nachmittag war schon etwas Besonderes. Jeder Lauf in dieser weißen Winterwelt ist etwas Besonderes.
Gestern Abend hat es dann erneut geschneit und in der Nacht kamen auch noch satte Minustemperaturen dazu.
Ich freute mich schon sehr auf mein heutiges Laufvorhaben.
Doch bis dass es endlich losgeht, dauert es eine gefühlte Ewigkeit, bis dass man endlich für diese Witterung passend angezogen ist. Doch als ich endlich soweit war, konnte mich nichts und niemand mehr aufhalten.
Die ersten Schritte draußen vor der Türe waren schon recht glitschig. Seit Mitte der Woche ziert eine Sprunggelenks-Bandage meinen linken Knöchel. Heute war ich richtig froh, dass ich dieses Ding habe. Der Schnee von gestern war heute hart gefroren. Auf den Wegen und im Wald überall war es entweder rutschig glatt oder buckelig, stolprig.Da war mir ein Schutz für mein noch immer lädiertes Sprunggelenk sehr recht.
Was das Auge zu sehen bekam, war wunderschön. Jeder Ast, jeder noch so kleine Zweig zierte eine kleine Schneeschicht. Die Sonne war bereits auf ihrem Weg nach oben, aber eben gerade erst. Alles sieht so bezaubernd und friedlich aus. Es ist dabei angenehm ruhig und es macht Spaß durch die geschlossene aber nicht all zu dicke Schneedecke zu laufen.
Der See liegt heute wieder ruhig da.
Man sieht das Wasser ein wenig dampfen. Nicht mehr lange, dann wird hier sicher eine Eisschicht drauf sein.
Ich laufe weite wie häufig am Wochenende hoch zu den Feldern. Es läuft sich ganz gut in diesem Szenario.
Auch in den Feldern sieht es heute ganz anders aus, als noch vor einer Woche. Hier ist nichts mehr grün, sondern alles in weiß getaucht, gepudert, gesprenkelt. Blickt man in die Ferne, wirkt es wie ein zarter Nebelschleier.
Ich bin nicht zu warm und auch nicht zu kalt angezogen, sondern genau richtig. Die Sonne ist mittlerweile schon ein Stück höher als noch zu Beginn meines Laufes. Ich laufe ihr nun entgegen und bin geblendet. Ich laufe heute aber keine Riesenrunde. Die kommt erst wieder im nächsten Jahr.
Bald schon bin ich wieder zurück am See und bleibe noch einmal staunend am Wasserrand stehen.
Dieser Blick ist nicht alltäglich sondern etwas Besonderes. Dann laufe ich auch schon wieder weiter.
Ich bin gespannt, wie das morgen hier aussehen wird und freue mich schon jetzt darauf.
Meine Laufrunde hat heute wieder einmal richtig viel Spaß gemacht.