Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Hier am Niederrhein regnet es nun schon seit einigen Tagen fast ohne Pause immerzu in einem durch.
Letzte Woche war das schon immer mal so und seit dem Wochenende erst recht.
Natürlich ist das kein Grund nicht dennoch die gewohnte und geliebte Laufrunde zu laufen. Ganz im Gegenteil! :)
Schon am Samstag, Sonntag, gestern am HeiligenAbend und heute dem 1. Weihnachtstag, immer war ich schon früh meist vor 8.00 Uhr unterwegs. Jedesmal regnete es dicke Bindfäden vom Himmel. Jedesmal war es mit 8 - sogar 12 Grad mehr als nur mild dadraußen. Jedesmal hatte ich meine Regenjacke an und mein Käppi auf und jedesmal bin ich so losgelaufen.
Schon nach den ersten wenigen Schritten auf der Straße waren die Schuhe naß. Da lief ich aber noch auf dem Asphalt durch die Pfützen. Nach knapp 100 m ging es dann den Waldweg hinein. Da war es meist noch recht dunkel dadraußen. Kein Mensch war außer mir unterwegs. Ich patschte durch die Pfützen. Am Ende des Waldes lief ich über die Straße und dann den holprigen Weg entlang um dann fast am Ende rechts abzubiegen Richtung Töppersee. Hier war immer die mit Abstand die matschigste Stelle. Hier waren die Pfützen nicht so riesig, aber das Geläuf, auf dem ich trat, war extrem glitschig und rutschig. Ein paar Mal war ich kurz davor, dort ganz reinzufallen. Es ist, als würdest Du auf einem Teppich treten, den im gleichen Moment jemand unter Deinen Füßen wegziehen würde. Aber es war ja jedesmal nur ein kurzes Stück.
Dann war ich auch schon auf den gut ausgebauten Wegen am Töppersee. Hier dominierten dann wieder die Pfützen mal groß, mal klein , mal tief und mal kaum der Rede wert. Und immer in den vergangenen Tagen regnete es die ganze Zeit ohne Pause vom Himmel. Es waren einsame Läufe. Die Kaninchen nahmen rechts und links von mir erschrocken reißaus, als sie doch jemanden da wahrnahmen, der unerschrocken langlief.
Meine Regenjacke, die ich jedesmal anhatte, war gut. Sie hielt mich trocken. Sie nahm mir dabei aber nicht die Luft zum Atmen, wie man das von manch anderen Dingern kennt. Nein, der Regen, der auf den Stoff niederfiel, drückte diesen auf meine Haut und kühlte sie angenehm bei diesen Temperaturen. Meine Brille war durch mein Käppi und dessen recht großen Schirm vorne ganz gut geschützt. Nur am Ende eines jedens Laufes, wenn ich vom Laufen ins Gehen überging, beschlug sie so sehr, dass ich sie abnehmen musste, um wieder was erkennen zu können.
Nach einiger Zeit eines jeden dieser Läufe tropfte es erst ein wenig von diesem Schirmchen meines Käppis und dann mehr und mehr.
Aber irgendwie machte mir das Alles überhaupt gar nichts aus. Nein, es war ein wunderbares Laufen jedesmal. Ich lief da lang ganz ohne Druck, ganz ohne Zwang, ich konnte es richtig gut genießen. Es war jedesmal ein sehr taktvolles und harmonisches Laufen frei von jeder Art von Stress. Ich liebe solche Läufe.
Heute kamen mir zum Ende meiner Töppersee-Runde einige wenige Läufer entgegen. Alle grüßten freundlich und wünschten sogar "Frohe Weihnachten" und alle hatten ein Lächeln auf den Lippen. Ich weiß genau, wenn ich das gleich beim nächsten Weihnachtsbesuch vom besten geben würde, dass das keiner verstehen würde. Aber das ist mir egal.
Am Ende meines Laufes gehe ich die letzten Schritte bis zur Haustüre, gehe die Treppen hoch, habe meine Brille längst in der Hand, ziehe meine triefend nassen und matschigen Schuhe aus, schließe die Wohnungstüre auf und gehe rein. Die tropfnasse Jacke wird über den Wäscheständer gehängt und die Schuhe kommen ins Schuhregal zum Trocknen bis zum nächsten Einsatz. Fünf paar Laufschuhe sind bei mir wechselhaft im Einsatz. So habe ich zumindest zu Beginn meiner jeden Läufe was Trockenes an den Füßen. Doch gleichen die sich trotz unterschiedlichen Ursprungsfarben von mal zu mal mehr.
Und jedem, der es nicht glauben mag: Es sind die schönsten Läufe überhaupt, ganz ehrlich!