Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Bevor ich die Augen das erstemal an diesem Tage öffne, weiß ich, dass es draußen regnet, ich höre es an den Geräuschen da draußen. Vermutlich ist es dazu noch ungemütlich kalt und windig. Der Herbst ist endgültig da.
Nach dem Frühstück stellt sich wieder mal die Frage, was ziehe ich denn nun bloß an? 14 Grad sind nicht sooo kalt. Also das kurzärmelige Shirt und die kurze Hose sind fällig.
Kurz darauf die ersten Schritte raus aus dem Haus. Es ist gar nicht so kalt und der Regen nieselt so leise vor sich hin. Ich laufe los. Mich nervt der Lärm der Straße. Der ist bei naßer Fahrbahn viel lauter als bei trockener. Meine Beine haben sich längst vom vergangenen Wochenende erholt. Ich bin darüber sehr erstaunt. Früher war ich nach einem Marathon immer fix und alle und habe mehrere Wochen gebraucht, um mich davon zu erholen. Doch diesmal war bereits am Montag von Muskelkater keine Spur mehr in meinem Körper. Das Laufen fühlt sich erstaunlich locker und leicht an. So fühle ich mich stark, ja, groß und stark, so als könnte ich unendlich weit laufen. Heute geht es wieder den Damm hoch. Hier ist der Weg ein bißchen welliger, es geht häufiger ein bißchen hoch und wieder runter, keine Ahnung, wieviele Meter das jedesmal sind. Doch es macht mir nichts aus. Der Regen nieselt mittlerweile längst nicht mehr, sondern fällt in Strömen vom Himmel, fällt auf mein Haar, mein Gesicht, meine Arme und Beine. Wie kleine nasse kühle aber nicht kalte Pünktchen am ganzen Körper fühlt es sich an. Mein Shirt ist nass, meine Hose auch, die Füße sind trocken. Hier oben sind keine großen Pfützen. Ab und zu kommen mir vereinzelte Menschen mit Hunden entgegen, alle dick eingepackt in Regensachen (die Menschen natürlich). Nun führt mein Weg den Damm wieder runter und ab zum See. Hier sind die Pfützen schon größer. Heute sind keine Walker und auch keine anderen Läufer unterwegs, nur Menschen, dick eingepackt in Regensachen mit ihren Hunden und ich in kurzer Hose und kurzem Shirt. Ich fühle mich wohl. Über mir fliegen die Gänse, die ich schon viel zu lange nicht mehr Gesehen habe, in Formation mit lautem Hupgeräusch hinweg. Dabei haben wir gerade mal erst September. Für den Formationsflug der Gänse doch eigentlich viel zu früh.
Ich laufe den Rest des Weges bis nach Hause. Dies war nun wiedermal ein lupenreiner Regenlauf, wo nur die ersten Schritte Überwindung gekostet haben. Der Rest war einfach nur gut.