Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Der Herbst hat viele Gesichter.
Eines ist golden schön, wenn die Sonne am Himmel scheint und alles in warme Farben taucht. Die Farben der Natur sind wie ein buntes Feuerwerk so schön.
Ein anderes ist sehr verregnet mit dicken dunklen grauen Wolken am Himmel, die die Tage dunkle und kürzer erscheinen lassen. Alles um einen herum ist triefend nass, die Wege voller Matsch und Pfützen. Es riecht intensiv nach allem möglichen und wenn man unterwegs ist, trifft man nicht viele Menschen.
Ein weiteres zeigt sich neblig. Alles um einen herum ist in neblige Schwaden getaucht und läßt es geheimnisvoll erscheinen. Auch an solchen Tagen ist man häufig einsam unterwegs.
Heute war so ein Morgen mit viel Nebel. Als ich das erstemal heute früh aus dem Fenster blickte und die dicken Nebelschwaden in den Straßen sah, freute ich mich sehr auf meinen heutigen Lauf.
Ich beeilte mich, um mit meiner Kamera ausgestattet an den See zu kommen.
Und so sieht er aus mein See im Nebel:
Ich dachte an das Gedicht von Hermann Hesse, das beginnt mit "Seltsam im Nebel zu wandern, einsam ist jeder Schritt...."
Doch ganz so einsam war es dann doch nicht für mich und auch nicht für diesen kleinen Wasservogel. Viele dieser Art waren auf dem See zu sehen. Die Wildgänse sind allerdings schon lange weit und breit nicht mehr zu sehen. Schade eigentlich.
Es waren erstaunlich viele Läufer unterwegs, ganze Lauftreffs kamen mir entgegen. Dauernd wurde gegrüßt, was ich ja mag, aber in dieser Häufigkeit dann auch wieder nicht.
Schön war es aber immer wieder den Blick über den See schweifen zu lassen.
Man spürte allerdings auch immer mehr die Kraft der Sonne, die den Nebel dünner werden ließ. An einer Ecke war ein Lauftreff im großen Kreise stehend gerade mit gymnastischen Übungen beschäftigt. Als ich noch einem Lauftreff angehörte, habe ich das nie gemocht. Gymnastische Übungen mache ich lieber Zuhause. Aber jeder soll es so halten wie er mag.
Immer wieder hielt ich an und machte ein Foto von dem mit Nebel verhangenen See. Es ist ein recht seltener Anblick für mich. Ich mag es sehr.
So verging die Zeit laufend, staunend und bewundernd wie im Fluge.
Viel zu schnell war ich wieder Zuhause.
Es hat mal wieder viel Spaß gemacht.