Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Heute war es nix mit Pfützenvergnügen.
Heute morgen sahen wir von unserem Hochhaus in der Innenstadt von Duisburg, dass in Krefeld etwas größeres brennt. Im Radio berichteten sie auch schon davon. Im Hafen von Krefeld-Uerdingen brannte eine Lagerhalle, die Material für Düngemittel binhaltete, lichterloh. Eine riesige dunkle schwarze Rauchwolke stieg in den Himmel und verpestete zunächst die Luft von Rumeln und Rheinhausen. Die Wolke stieg höher und zog weiter über den Rhein erst in den Duisburger Süden, dann zur Innenstadt und weiter Richtung Mülheim, Essen, Oberhausen .... Überall sah man diese riesige dunkle Wolke.
Im Büro bekamen alle eine eilige Email, dass man Fenster und Türen schließen und auch besser in den Büroräumen bleiben sollte, da nicht auszuschließen war, dass es sich um eine giftige Rauchwolke handelte. Es wurde finster über Duisburg, es fielen kleine Rußpartikel vom Himmel, die Sirene vom gegenüberliegenden Bahnhof kam zum Einsatz und heulte laut. Zwischendurch hörte man immer wieder das Tatütata der Feuerwehr, die in den Duisburger-Süden und auch in Krefeld zur Hilfe gerufen wurde. Ich fühlte mich, wie in einem Horrorfilm, den ich nie sehen wollte, weil ich so was nicht mag.
Dann wurde es wieder klarer und auch heller, die riesige Rauchwolke zog weiter Richtung Nord-Ost. Man konnte aber sehen, dass es in Krefeld noch immer heftig brannte. Der Rauch, der nun zum Himmel stieg, war nicht mehr dunkel und schwarz, sondern weiß-gelblich-gräulich. Diese Rauchwolken wehten jetzt mehr in Richtung Nord-West.
In der Mittagspause fiel eine heftige Regenschauer nieder. Die Luft wurde dadurch wieder klarer.
Doch auf meinem Heimweg Richtung Westen änderte sich das schnell nachdem ich den Rhein überquerte. Auf einmal war ich mittendrin in dieser wie Nebel wirkende Rauchwolke. Es roch auch unangenehm verbrannt.
Zuhause angekommen überlegte ich, soll ich laufen oder lieber nicht. Die Sonne schien und von Rauch war hier jetzt gerade nichts zu sehen. Also zog ich meine Laufsachen an.
Die Luft hatte noch immer diesen Branntgeruch. Ich lief durch den kleinen Wald. Es fiel schon wieder eine dicke Rauchwolke danieder. Ich lief dennoch ein Stück weiter, überquerte die Straße und befand mich auf dem holprigen Weg, der zum Töppersee führt.
Hier machte ich das obige Foto. Das dunkle am Himmel links sind keine Regenwolken. Das ist die Rauchwolke vom ca. 10 km weit entfernten Ort, wo die Lagerhalle mit Düngemittel brennt. Ich lief nun nicht mehr. Dieser Anblick und der Geruch reichten mir völlig für heute. Nein, so macht mir das Laufen keinen Spaß!
In den Medien haben sie berichtet, dass in der Wolke keine giftigen Substanzen enthalten sind. Erst hielt ich diese Aussage für blanken Hohn. Doch als ich durch den Wald zurück nach Hause ging, war ich froh über diese Aussage. Nicht auszudenken, wenn der Rauch hochgiftig wäre und allen Grund und Boden hier überall verseuchen würde. Ich hoffe nur, dass das, was berichtete wurde auch tatsächlich stimmt.
Meine Güte, was ist das für ein Tag!!!