Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Das Jahr 2013 neigt sich dem Ende entgegen.
Die Tage werden dunkler und trüber.
Fast überall trifft man auf Hektik, Stress, Eile, Lärm, volle Strassen, volle Fußgängerzonen, volle Geschäfte...
Da ist man meist froh, wenn man endlich Zuhause ist.
Müdigkeit macht sich breit. An manchen Tagen fällt es mir schwer, mich zum Laufen aufzuraffen.
Nur das Wissen, dass der erste Schritt manchmal schwer fällt, das Laufen anschließend sehr wohltuend ist, treibt mich raus aus dem Haus, raus auf die Straße, raus auf die Laufpiste.
Nach wenigen Schritten fühlt es sich tatsächlich gut an. Es läuft ausgesprochen gut, endlich mal wieder leicht und locker.
Ein bißchen dauert es schon, bis dass der Alltag allmählich von mir fällt, bis die Gedanken sich nicht mehr mit Büroarbeiten beschäftigen.
Das Gefühl fürs Laufen, für den Körper, die Aufmerksamkeit für das, was die Natur zu bieten hat, stellt sich erst nach und nach ein.
Die Beine laufen fast von alleine, der Weg ist bekannt, ich könnte ihn auch mit geschlossenen Augen laufen, so kommt es mir vor.
Es nieselt leicht vom Himmel herab. Es ist nicht kalt, aber auch nicht warm.
Es sind kaum Menschen unterwegs.
Ich bin froh, dass hier keine Hektik ist, kein Lärm, kein Beton, kein Autostau, keine vollen Geschäfte, kein Vorweihnachtsstress, keine Jahresabschlussarbeiten.
Hier zählt nur jeder Schritt. Jeder einzelne ist einer nach vorne, einer zu mir selber hin, läßt die Gedanken ruhig werden.
Die Schritte sind gleichmäßig rhythmisch, genauso wie der Atem.
Neue alte Kräfte melden sich. Ich laufe ein paar Schritte schneller und dann wieder langsamer und wieder schneller und wieder langsamer.... Es fühlt sich gut an und macht Spaß.
Fast bin ich geneigt, ein Stück weiter zu laufen als sonst. Doch die nahende Dunkelheit hält mich zurück, so dass ich dann doch bald schon wieder Zuhause bin.
Was bin ich froh, mich aufgerafft zu haben.
Ist immer wieder fast wie ein Wunder festzustellen, wie wohltuend so ein Lauf sein kann.
Schon so oft erlebt und doch immer wieder überraschend wohltuend.