Die letzten Tage war es nicht mehr so heiß, sondern mit ca 23 / 24 Grad recht mild. Dennoch trieb mir die Schwüle vor allem beim Laufen ordentlichen den Schweiß aus sämtlichen Poren.
Der Tag heute im Büro war wie die letzten auch nervig und hektisch. Dazu kommen immer mal wieder Menschen, die meinen, die könnten sich in ihrer intriganten Art alles erlauben. Fällt mir momentan schwer, dabei cool zu bleiben.
In der Mittagspause fielen die ersten Tropfen. Auf dem Weg nach Hause regnete es dann heftig, so heftig, dass man auf der Autobahn Sichtprobleme bekam. Die Scheibenwischer hatten Schwerstarbeit zu verrichten und man musste vorsichtig und mit nicht ganz so hoher Geschwindigkeit fahren.
Als ich etwas später am See war, regnete es noch immer ordentlich und ein Ende war nicht in Sicht. Ach, was habe ich mich darauf gefreut. Ich lief los, suchte mir anfangs noch meine Spur über die von großen Pfützen und kleinen Wasserstraßen bestückten Wege. Das Wetter war gut. Es regnete in einer Tour, doch es war dabei nicht kalt. An manchen Stellen regnete es heftiger an anderen pfiff auch noch der Wind in mein Gesicht. Mir kamen öfters Menschen entgegen. Mir fiel auf, sie waren alle schon nicht mehr so jung, die meisten wohl im Rentenalter. Doch jeder, der mir entgegenkam, meist mit Schirm, hatte ein Lachen im Gesicht. Der Regen erfreute nicht nur mein Gemüt. Schon komisch und für mich auch unerwartet. Ich reckte zwischendurch immer mal wieder mein Gesicht in den Himmel. Meine Haare waren längst total nass, mein Shirt klebte nur noch so am Körper und an meinen Beinen klebten Stücke vom Weg, sie waren ziemlich dreckig. Irgendwann lief ich einfach nur noch durch die Pfützen, dass es nur so platschte. Es war angenehm, nicht mehr nur vom eigenen Schweiß klatsch nass zu sein. Ich hatte das Gefühl, ganz anders Luft zu bekommen, die Beine liefen wieder lockerer, es war endlich mal wieder eine richtige Wohltat.
Zum Schluss ging ich noch einige Meter, bis dass ich wieder nach Hause fuhr.
Als ich die Treppen zur Wohnung hoch ging, beschwerte sich der Nachbar, der vor mir ging, über den ollen Regen. Ich lachte nur und sagte, wie gut mir das gefallen hätte. Ich glaube aber nicht, dass er das wirklich verstanden hat. Schließlich tropfte es aus meiner Kleidung nur so.