Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Als ich heute morgen früh vom Konzert der Vögel draußen geweckt wurde, freute ich mich schon auf meinen langen Lauf. Am gestrigen Abend hatte ich noch etwas Bammel, ob ich das schaffen würde, aber nun war da nur Freude pur und die Ungeduld, bis dass es endlich los ging. Nach dem Frühstück meine Morgengymnastik. Danach füllte ich zum ersten Mal mein Camelback. Ich mischte 1/8 l Apfelsaft mit 3/8 l Mineralwasser. Es paßt noch viel mehr in dieses Teil, aber fürs erste sollte das reichen.
Dann ging es endlich zum See und mein Lauf begann. Zunächste fühlte sich das neue Teil noch etwas ungewohnt an und vor allem das schlabbernde Geräusch der Flüssigkeit empfand ich in der morgendlichen Stille als ziemlich laut. Ich lief den ersten Teil am See entlang, dann hoch zur Straße über eine Eisenbahnbrücke und eine Bundesstraße hinweg und dann war ich schon in den Feldern von Rumeln / Schwafheim. Die asphaltierten Feldwege hatte ich fast für mich alleine. Um mich herum war alles so wunderbar saftig grün. Ich habe einige knallig gelb blühende Rapsfelder gesehen, wunderschön, ich kam an eine Wiese vorbei, wo Kühe das saftige Gras fraßen, dann kam mir ein Läufer entgegen, der früher zu unserem Lauftreff gehörte, Michael. Es war ein beidseitig fröhliches Hallo, wie gehts Dir usw. Wir stoppten unsere Uhren und redeten ein paar Sätze miteinander. Michael trainiert für den Duisburg Marathon Anfang Juni. Er hat die ganze Zeit nicht aufgehört mit der Lauferei. Dann ging jeder wieder seines Weges. Es war eine Wohltat in der Ruhe der frühen Tageszeit dort lang zu laufen. Es waren kaum Autos unterwegs, keine Radfahrer, ab und zu nur sehr freundlich grüßende Läufer und Menschen, die ihre Hunde ausführten. An einer Stelle kam mir eine Reiterin entgegen, was ein weiterer schöner Anblick war. Als ich die Bundesstraße wieder überquerte kam mir jedoch ein Radfahrer mit Liegefahrrad entgegen und schnibbelte bewußt meinen Weg, so daß ich anhalten musste. Er fragte nach dem Weg zu einer anderen Stadt, ich fühlte mich ziemlich unwohl dabei. Ich sagte, dass ich den Weg nicht kennen würde und lief einfach weiter. Ich weiß nicht, ob meine Reaktion überzogen war, mir war die Situation jedenfalls nicht geheuer, so wie er meinen Lauf abrupt mit seinem Liegefahrrad stoppte und dann als Radfahrer, die doch eigentlich immer Karten bei sich haben, nach dem Weg fragte.
Naja, ich war kurz darauf schon wieder am See und hatte dort noch einige km vor mir. Auf dem ganzen Weg habe ich einige male getrunken und dies als Luxus pur empfunden. Die Getränkemischung war o.k., es hätte am Ende sogar fast noch etwas mehr davon sein können. Ich habe den Lauf besser aushalten können als noch vor vier Wochen ohne diesen Luxus. Die Schultern fühlten sich am Ende leicht verkrampft an. Die Beine waren auch etwas müde. Doch am Ende waren es immerhin 16,28 km in 2.08,15 Std., worüber ich doch ziemlich stolz bin. Fühle mich nicht so kaputt wie nach so man anderem Lauf, was sicher mit meinem Trinken unterwegs zu tun hatte.