Meine Lauferlebnisse, Ziele und Tagtägliches sollen hier erscheinen. Vielleicht interessiert das ja andere Menschen?
Einen Winter hat es am Niederrhein diesmal nicht gegeben.
Dafür gibt es aber eine Winterlaufserie und heute deren 2. Lauf.
Bei Sonnenschein und blauem Himmel und 17 - 19 Grad fanden sich wieder sehr viele Läufer am Sportpark Wedau ein, um dort gemeinsam zu laufen.
Ich war heute frühzeitig da, um dem Verkehrschaos nach Möglichkeit zu entgehen.
Diesmal lief die Anfahrt tatsächlich viel entspannter ab als noch vor einem Monat.
Ich stand wie viele andere Läufer auch am Straßenrand, als die Läufer der kleinen Winterlaufserie auf ihre 5 km Strecke gingen.
Es macht Spaß dort zu stehen und im Rhythmus der Musik zu klatschen, wenn das große Läuferfeld sich endlich in Bewegung setzt.
Es macht Spaß in die vor Freude strahlenden Gesichte dieser Läufer zu blicken, wie sie sich so begleitet auf ihren Weg machen.
Eine Gänsehautatmosphäre, die viele Beteiligte ansteckt.
Dann ist es auch schon Zeit, mich für meinen Lauf bereit zu machen.
Ich stelle mich inmitten des großen Startfeldes hinein und irgendwann fällt dann endlich der Startschuss für meinen 15 km-Lauf. Wieder ist da dieses Gänsehautfeeling.
Es ist ganz schön warm heute, so warm, wie noch nicht zuvor in diesem Jahr.
Deshalb nehme ich mir vor, es langsam angehen zu lassen.
Es ist gar nicht so einfach, sich nicht vom Tempo der Läufer um mich herum mitziehen zu lassen.
Immer wieder werde ich gerade zu Beginn des Laufes von anderen Läufern überholt. Ich lasse sie ziehen.
Wenn man sich umsieht, wie die Läufer laufen, wie sie gekleidet sind.
Klar, ist eine Winterlaufserie. Doch von Winter ist hier weit und breit keine Spur.
Dennoch sind manche ziemlich winterlich angezogen, mit langer Hose, langärmeligen Laufshirt, mancher mit einer dicken Steppweste noch darüber.
Mancher rennt los, wie von der Tarantel gestochen. Ich höre so manchen schon früh tief und schwer atmen, so dass ich Zweifel habe, dass sie das Tempo bis zum Ziel durchhalten bzw überhaupt laufend im Ziel ankommen.
Viele laufen auch in kleineren Gruppen und unterhalten sich während des Laufens über alles mögliche.
Wieder Andere haben Ohrstöpsel im Ohr und hören vermutlich Musik.
Ich laufe alleine meinen Weg, laufe mein eigenes ruhiges Tempo, habe keine Stöpsel im Ohr, erfreue mich an der Musik der Vögel, die man im Wald hören kann, laufe im gleichmäßigen Rhythmus meinen Weg.
Es ist warm und ich bekomme schon früh Durst, mehr Durst, als mir lieb ist.
Mein Mund wird immer trockener und ich bin froh, dass bei etwa 8,5 km eine kleine Verpflegungsstation aufgebaut ist, wo alle gierig nach Wasserbechern greifen.
Danach laufe ich zügig weiter und überhole fortan immer häufiger müde werdende Läufer. Manche gehe mittlerweile tatsächlich.
Bei mir läuft es immer noch recht leicht. Einzig der Durst quält mich schon wieder.
Doch nun ist es nicht mehr weit bis zum Ziel.
Meine von mir handgestoppte Zeit steht am Ende bei 1:44:41 h., womit ich sehr zufrieden bin.
Gierig greife ich wieder nach einem Becher.
Leider gibt es nur isotonische Getränke, die ich normalerweise immer ablehne.
Doch heute ist mein Durst so groß, dass ich tatsächlich froh drum bin.
Puh, das war sicher einer der wärmsten Winterläufer heute dieser schönen Serie in Duisburg.
Aber Spaß hat es trotzdem gemacht.
In drei Wochen folgt dann der dritte und letzte Lauf der diesjährigen Serie.