Artikel teilen! Wenn wir erklimmen...: Für heute hatte ich mir etwas Besonderes vorgenommen. Ich wollte Rheinhausens höchsten Hügel laufenderweise erklimmen. ...
Für heute hatte ich mir etwas Besonderes vorgenommen. Ich wollte Rheinhausens höchsten Hügel laufenderweise erklimmen.
Gestern war es hier mal wieder ziemlich heiß und auch schwül. In der Nacht hat es sich nicht wirklich abgekühlt. Trotz Gewitter und Regen unterschritt das Thermometer die 20 Grad-Marke nicht. Da draußen war heute morgen schon früh eine Waschküchenluft, die einem den Schweiß aus sämtlichen Poren troeb, auch wenn man sich gar nicht groß rührte. Und ausgerechnet für heute hatte ich mir den Hügellauf vorgenommen.
Nun denn, da hilft kein Jammern und kein Zaudern. Man kann sein Tempo den Gegebenheiten anpassen und dann sehen, wie weit man kommt. Früh ging es mal wieder für mich los und zwar in eine ganz andere Richtung als sonst üblich. Ich lief Richtung Volkspark, lief da quer durch bis zur Rheinstraße und die dann ganz durch bis zur Deichstraße und noch ein Stück weiter. Hier ist es wieder ausschließlich grün. Nach einem kleinen Waldstück sind da die riesengroßen Rheinauen, die für Hochwasserzeiten zum Schutz da stehen und jede Menge Wasser aufsaugen können. Hier treffen sich häufig na klar, viele Hunde mit ihren Besitzern, manchmal Schafe, ferngesteuerte Segelflieger und natürlich fahren auf dem Rhein auch viele Schiffe entlang. Jogger und Walker begegnet man hier eher selten. Ich wollte aber heute den kleinen Hügel erklimmen, von dem ich nicht viel wußte außer, dass hier in früheren Jahren als Rheinhausen noch eine eigenständige Stadt war, Müll deponiert wurde. Heute ist hier alles wieder renaturiert worden. Bäume, Sträucher und allerlei Grün wächst hier und mittendrin führt ein Schotterweg immer weiter nach oben.
Aufgrund der sehr schwülen Witterungsbedingungen war ich bereits vor diesem Hügel durchgeschwitzt, an mir war keine Pore, keine Stück Haut mehr trocken. Überall an mir floß der Schweiß nur so in Strömen. Ich lief langsam die Steigung hoch, war gespannt, wie weit es hoch gehen würde. Ich war überrascht, es ging ordentlich hoch, so hoch, dass ich es mit dem Fahrrad wohl nicht schaffen würde. Doch ich lief, zwar langsam und mir kurzen Schritten, doch ich lief trotz der schweren drückenden Luft lief ich da hoch. Ich war hier ganz einsam, kein Mensch war hier, nur rechts und links jede Menge Grün und auch viele Kaninchen und Vögel tummelten hier. Es ging im Kreise immer weiter diesen Hügel hoch. Der Weg zog sich auf fast 1 km immer weiter nach oben. Am Ende wurden das Atmen immer schwerer und tiefer, die Beine aufgrund des ungeübten Terrains immer schwerer, doch ich lief weiter, immer schön langsam diesen Weg hoch. Als ich endlich oben war, machte ich eine Pause, so lange, bis die Atmung wieder halbwegs normal war. Schade, gerne hätte ich gewußt, wieviel Höhenmeter ich hier gerade laufenderweise bewältigt hatte. Aber weit und breit war kein Hinweisschild o. ä. zu sehen. Ich genoß aber die Aussicht über den Rhein, sah die nicht weit entfernten Rheinbrücken rechts und links von mir. Auf der anderen Seite konnte man einen schönen Blick über Rheinhausen haben. Immerhin war die Sicht klar, nur die Luft war unglaublich schwül und drückend.
Doch das schwerste Stück hatte ich längst hinter mir. Nun kam der ca. 1 km lange Abschnitt. Es macht sehr viel Spaß, hier wieder locker und leicht herunter zu traben. Ich war aber viel schneller wieder unten als mir lieb war. Drei Kilometer weiter war ich dann auch schon wieder Zuhause. völlig durchnäßt vom eigenen Schweiß, die Brille total beschlagen und doch froh und zufrieden über diesen nicht leichten aber doch schönen Lauf. Es hat mal wieder richtig viel Spaß gemacht und ist auf jeden Fall eine Wiederholung wert.
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ja, für uns Flachländler sind schon ehemalige Müllhalden Hügel. Ich kenne das natürlich auch. Letzten Sonntag führte mich mein Lauf auf eine Halde und heute auf den "grünen Hügel" am Ruhrfestspielhaus. Das haut voll rein, gerade bei der hohen Luftfeuchtigkeit, die wir derzeit haben. Aber schön ist es doch auch oben angekommen zu sein.
Alles Gute und einen schönen Sonntag noch!
Dietmar
Hallo Dietmar,
ja, wir Flachlandtiroler wissen jeden Höhenmeter zu schätzen;),vor allem wenn der Schweiß so fließt,wie heute bei mir. Es ist wirklich schön, wenn man endlich oben ist und die schöne Aussicht genießen kann.
Alles Gute ebenfalls und noch einen schönen Restsonntag.
Liebe Grüße
Kornelia
Ich wünsche Dir einen erholsamen Sonntag,
liebe Grüße
Marcus
Ja, der Ausblick war wirklich toll. Den muss man sich einfach mal in aller Ruhe gönnen, meine ich. Ich habe gerade mal ein wenig geforscht, bin ja selber neugierig, wie hoch das heute morgen war. Es handelt sich bei dem Hügel um die Rockelsberghalde und die Erklimmung ergab immerhin 40 Höhenmeter. Für uns Flachlandtiroler ist das wirklich schon eine ganze Menge. Erzähle das aber bloß keinen Bergmenschen ;)
Also mir hat die Erklimmung jedenfalls heute morgen Spaß gemacht und Übung macht bekanntlich den Meister, gell?
Liebe Grüße und noch einen schönen Restsonntag
Kornelia
Ich war gestern bei 28° laufen, das erste mal bei solcher Wärme, sonst war ich bei Wärme auf das Rad ausgewichen.
Freundliche Grüße
Bernd
Wenn ich früh morgens laufe, dann komme ich da besser mit zurecht als am Nachmittag nach der Arbeit. Es kostet aber sicher etwas Überwindung, bei solchen Verhältnissen zu laufen. Aber das lernt man mit der Zeit.
Freundliche Grüße
Kornelia
Völlig durchnässt war ich auch in den letzten Tagen, nach er Dusche fühlt man sich wie neu !
Wenn man will, kann das Wetter für alles herhalten, im Guten genauso wie im Schlechten. Ist schon auch eine Frage der Einstellung und ob ich will oder nicht. Trotzdem ist schwüles Wetter für uns Läufer sicher nicht so einfach. Aber warum soll man sich immer nur den einfachen Dingen stellen?
Außerdem gibt es ja nach dem Laufen immer noch ne schöne Dusche, die jeden Schweiß von der Haut wäscht.