Saturday, 7. may 2011 6 07 /05 /Mai /2011 08:14

Die erste Woche meines Umzugsurlaubs ist vorüber. Es war viel zu tun und es wird auch noch viel Arbeit nötig sein. Kein Tag verlief so, wie ich ihn mir am Morgen vorstellen konnte. Zahlreiche Handwerker mussten Einlass in die neue Wohnung bekommen, Elektriker, Sanitärfirma, Schreiner... An manchen Tagen wartete der erste Termin bereits um 8.00 Uhr auf mich.

 

Zudem habe ich sämtliche Tür- und Fensterrahmen mit  Scheuerschwämmchen (Abrazo) bearbeitet. Pro Zimmer gingen da locker drei Stunden Arbeit drauf. Immerhin ist der gröbste Gilb nun weg geputzt, die ersten Gardinen hängen bereits, die Lampen ebenfalls. Langsam wird es wohnlich dort. Keine Fahrt von der alten zur neuen Wohnung findet ohne Transport von Kleinteilen wie Bildern, Pflanzen, Geschirr etc. statt.

 

In der alten Wohnung habe ich bisher viel weniger Sachen packen können, als ich mir vorgestellt habe. Da wartet auch noch viel Arbeit auf mich. Am Donnerstag ist der große Umzugstag. Ein Umzugsunternehmen wird dann meine Möbel und Kartons in die neue Wohnung transportieren.

 

Leider habe ich noch immer nicht alle Schlüssel, es fehlen die für Kellerräume und Briefkasten. Meiner Vormieterin wurde von der Hausverwaltung eine Frist bis gestern gegeben. Ob sie da die Schlüssel abgegeben hat, weiß ich nicht. Es wird ansonsten am Montag eine Firma beauftragt, die für den Zugang der entsprechenden Örtlichkeiten sorgen wird. Dem Geruch nach zu urteilen, warten in den Kellerräumen wohl noch weitere "Überraschungen" auf mich.

 

Ich sorge mich, dass ich zeitlich alles bis Donnerstag vernünftig auf die Reihe bekomme. Mein Vater hilft mir zwar, so gut er kann, aber er ist mit Mitte 70 auch nicht mehr der Jüngste, was ich auch stark merke. Sehr schnell wird er hektisch und nervös. Er würde mir vermutlich viel mehr helfen wollen, als er selber kann.

 

Was ich bei all dem Stress aber bisher immer noch durchziehen konnte, waren meine täglichen Läufe. Da, wo die frühen Termine auf mich warteten, war ich bereits vor 6.00 Uhr auf meiner geliebten Laufrunde. Es war sehr früh und ich noch gar nicht richtig wach. Doch diese Runden am See waren besonders schön. Es waren Runden in Einsamkeit mit der Natur, mit all dem schönen kräftigen Grün, mit dem lauten Zwitscherkonzert der Vögel, dem Begrüßen und Beobachten der vielen Gänse mit ihren Küken. Die Beine liefen jeden Morgen erstaunlich gut. Auch der Kopf, der sich so manchen Stunde in der Nacht mit all den vielen Dingen beschäftigte, kam da ein wenig zur Ruhe. Die Läufe am frühen Morgen waren echter Balsam für meine Seele. Nur lange Läufe sind derzeit einfach nicht drin. Doch das ist nicht so wichtig. Diese Zeit wird auch wieder kommen.

 

Ich bin froh, wenn ich die kommende Woche halbwegs überstehe. Es ist zeit- und kräftemäßig schwieriger als ich dachte. Doch irgendwie wird es schon alles werden. Für die Besuche auf anderen Blog-Seiten habe ich nur sehr wenig Zeit. Ich bitte dafür schon jetzt um Verständnis.

von Kornelia - veröffentlicht in: Außergewöhnliches - Community: Laufen
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