Monday, 12. september 2011 1 12 /09 /Sept. /2011 17:29

Nach wie vor ist das Wetter recht wechselhaft. Sonnige und regnerische Tage wechseln sich immer wieder ab und auch die warmen schwülen mit den nicht ganz so warmen.

 

Doch heute gesellt sich auch noch ein recht stürmischer Wind hinzu. Huiii, wie er überall saust und braust, so dass sich die Bäume und Sträucher darin heftigst hin und herwiegen.

 

Der Lauf heute war mit 23 Grad recht warm. Doch der heftige Wind hat die Schwüle weggepustet, so dass es einigermaßen erträglich war. 

 

Blickt man nun in die im Wind tanzenden Bäume, Äste, Blätter und Zweige stellt man fest, sie färben sich nun langsam in herbstliche Töne ein.  Die allerersten werden sogar schon zu Boden gewirbelt. Es sind aber nur vereinzelte. Auf dem Boden findet man aber auch schon reichlich Kastanien und Nüsse. Läuft man an so einer Stelle vorbei,  muss man ein wenig Acht geben, dass man nicht rutscht oder gar umknickt.

 

Und ja, war ich erstmal am See angekommen, nahm der Sturm auch mich ins Visier. Er pustete erst von vorne und der linken Seite, später dann halt von hinten und von rechts her. Die Haare wehen nur so in die jeweilige Richtung, das Laufshirt flattert am Körper. Ja, es ist Herbst geworden, die Menschen bevölkern nun nicht mehr in Massen die Wiesen am See. Es sind nur wenige unterwegs. Die meisten ahnen gar nicht, was sie verpassen, wie es sich anfühlt, wenn der Wind die Wangen umsaust und die Ohren und überhaupt den ganzen Körper. Sie haben nicht den Hauch eine Ahnung davon, wie es ist, wenn er dann von hinten kommt, man die Arme noch ausbreitet und das Gefühl hat, man hebt jeden Moment ab. Es ist herrlich und macht viel Spaß. Kommt er dann von vorne, muss man sich dagegen stemmen und manchmal schwankt man auch ein wenig nach rechts oder links, je nachdem von wo die Böe gerade herkam. Es ist ein wahrer Tanz im Sturm, voller Temperament und Leidenschaft. Das macht Spaß!

 

Der See ist heute alles andere als ruhig. Heute ist kein Spiegelbild hier zu sehen, vielmehr sind da viele kleine Wellen über den ganzen See verteilt immer alle in eine Richtung und in gleicher Intensität. Auch hier wird heftigst getanzt.

 

An manchen Stellen knackt es richtig im Gezweig. Ja, es wird sicher auch viel Bruchholz geben, mindestens. Ein paar der dickeren Äste sind schon vereinzelt am Boden zu sehen. Spontan denke ich bei diesem Anblick an das Lied: Auf die Bäume ihr Affen, der Wald wird gefegt.... Doch das ist ja noch ne ganz andere Jahreszeit.

 

Naja, irgendwann hat jeder Tanz dann auch sein Ende, auch mein heutiger stürmischer Herbsttanz. Mir hat er viel Spaß gemacht. Da draußen wird aber noch immer weiter getanzt, so als wäre die Party noch lange nicht zu Ende.

von Kornelia - veröffentlicht in: Laufend durch die Jahreszeiten - Community: Laufen
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