Sunday, 15. january 2012 7 15 /01 /Jan. /2012 09:41

Sturm und Regen haben sich fürs Erste verzogen, aber auch die milden Temperaturen.

Nun ist der Himmel blau, die Sonne scheint und am Morgen zeigt das Thermometer gerade mal 2 Grad.

 

Es ist Wochenende und daher laufe ich wieder recht früh los. Es ist noch gar nicht richtig hell draußen. Heute führt mein Weg mich mal wieder durch den Volkspark Richtung Rockelsberghalde. Noch im Volkspark begegne ich zwei Läuferinnen und dass, obwohl es noch immer nicht richtig hell ist und der Tag noch recht jung. Das ist wirklich außergewöhnlich. Man grüßt sich freundlich und jeder läuft seines Weges weiter. Obwohl ich heute sehr langsam unterwegs bin, bin ich noch immer viel schneller als die beiden Mädchen. Aber das ist egal.

 

Ich genieße die Ruhe in dem Wald ähnlichen Park. Bald schon erreiche ich die Gartenstraße, biege ein zur Rheinstraße. Ich überquere die Friedrich-Ebert-Str., der man heute nicht ansieht, was hier sonst werktags für ein Verkehr tobt, dann über die menschenleere Friedrich-Alfred-Str. und Moerser Straße, wo mich dann das tatsächliche Rheingebiet empfängt. Noch ein Stück durch zwei große Halden unten entlang durch und dann beginnt die lange Steigung. Ich wähle noch kürzere, kleine Trippelschritte. Sie machen mir den Aufstieg leichter. Heute läuft es erstaunlich leicht hier hoch. Ich wundere mich darüber, freue mich aber auch. Ich merke, ich bin heute langsamer unterwegs als sonst, empfinde den Aufstieg jedoch längst nicht so anstrengend, wie noch einige Wochen zuvor. Oben angelangt wird noch eine kleine Ehrenrunde gedreht.

 

Dann halte ich an und sehe mich um. Ich blicke auf die Wiesen, denen man das Hochwasser der letzten Woche noch ansieht. Es ist aber eindeutig auf dem Rückzug. Die Brücke der Solidarität liegt friedlich da, überhaupt wirkt alles um diese Uhrzeit an diesem Ort absolut friedlich und freundlich. Auf der anderen Rheinseite ist viel mehr Industrie zu sehen, einige Schornsteine sind aktiv, weiter links dann in der Ferne die Autobahnbrücke der A 40.

 

Ich atme noch einmal tief durch und laufe dann wieder die Halde herunter, begebe mich auf den Heimweg. Im Volkspark wird noch einmal eine kleine Ehrenrunde gedreht. Es ist so schön heute. Da ist am Rande der Moerser Str. das kleine Dammwildgehege. Sponsoren- und Spendengelder finanzieren dieses Arreal, Freiwillige hegen und pflegen es. Hier gibt es Hühner, Enten, Schwäne, einen großen Laufvogel, man hört Wellensittiche und allerlei andere Kleintiere. Zur nicht ganz so frühen Tageszeit kann man sich das Ganze auch näher ansehen. Doch zu der Zeit, wo ich hier langlaufe, hört man nur die Tiere, man sieht keine Menschen und die Türen sind zu.

 

So laufe ich gemächlichen Schrittes weiter nach Hause. Die Sonne steht nun schon recht hoch am Himmel. Es wird sicher noch ein schöner SonnTag werden.

von Kornelia - veröffentlicht in: Laufend durch die Jahreszeiten - Community: Laufen
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Kommentare

Willkommen im Club, liebe Kornelia. Offensichtlich hatten wir heute beide herrliche Sonnenläufe, wenngleich ich bei schönen -04 °C laufen durfte. So sehr ich Sturm und Regen liebe, habe ich heute die Sonnenstrahlen durchaus zu schätzen gewußt.

Bei mir waren auch ungewöhnlich viele Sportler unterwegs – woran das wohl gelegen haben mag? ;)

Mögen Deine zukünftigen Läufe ebenso locker und leicht verlaufen, genieße es. Nun wurde aus dem sonnigen Sonntag ein dunkler Sonntag. Die liebe Zeit...

Liebe Grüße

Marcus
Kommentarnr1 gepostet von Täglichläufer am 15.01.2012 um 17h05

Na, wenn das jetzt zur Gewohnheit wird, dass wir zu gleichen / ähnlichen Bedingungen laufen, das wäre doch mal was. Es liegen ja doch sehr viele km dazwischen. Ja, die Sonnenstrahlen des heutigen Tages taten einfach nur gut.  Da nehmen wir doch gerne in Kauf, dass wir nicht alleine unterwegs sind, oder?

Dann wollen wir das Gleichnis aber auch auf das Erlebnis "leicht und locker" ausdehnen, getreu dem Motto "geteilte Freude ist doppelte Freude".

Schönen Sonntag noch!

Liebe Grüße

Kornelia

Antwort von Kornelia am 15.01.2012 um 18h36
Liebe Kornelia, aus deinem Bericht spricht Ruhe, Gelassenheit, Zufriedenheit, Beobachtungsgabe, Freude am Laufen, ich wünschte, viele Leute, die Tag täglich blind durch die Gegend rennen, hätten einen Teil davon, sie wissen nicht, was sie verpassen - in jeglicher Hinsicht - und könnten auftanken, so wie wir !!
Kommentarnr2 gepostet von ultraistgut am 19.01.2012 um 09h06

An einem so schönen Sonntagmorgen fällt es auch alles andere als schwer. Das Beobachten gehört für mich aber auch zum Laufen dazu. Da gibt es nämlich vieles zu sehen.

Ich sehe das wie Du, die meisten haben nicht den Hauch einer Ahnung was sie verpassen, wenn sie blind durch die Gegend rennen.

Antwort von Kornelia am 19.01.2012 um 16h28

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