Artikel teilen! Herbstlicher Morgenlauf: Wenn man verreist, braucht der Kopf für das tatsächliche Ankommen länger als der Rest vom Körper. So ist es auch mir ...
Wenn man verreist, braucht der Kopf für das tatsächliche Ankommen länger als der Rest vom Körper. So ist es auch mir ergangen. Als ich schon längst wieder Zuhause war, gingen mir noch viele Dinge von meiner Berlin-Reise durch den Kopf.
Mittlerweile ist aber auch der Kopf wieder Zuhause angekommen. Noch habe ich ein paar Tage frei und genieße vor allem meine Morgenläufe, die ich mehr liebe, als die zu anderen Tageszeiten. Heute hatte ich mal wieder meine Kamera dabei und kann hier ein paar Eindrücke von meiner heutigen Morgenrunde wiedergeben.
Schon gleich als ich den Wald verließ und über den holprigen Weg Richtung Töppersee lief, zog mich dieser Anblick in seinen Bann:
Eine ganz zarte dünne Nebelschicht lag über dem Feld. Je früher man hier vorbei kommt, desto nebeliger ist es. Die Einstrahlung der aufgehenden Sonne läßt sie allmählich verschwinden. Heute war ich etwas später unterwegs als gestern. Man sieht diese kleine Nebelwand nicht nur, man spürt sie am ganzen Körper, wenn man in dieses Gebiet eintaucht. Die kühle Feuchte umschlingt den ganzen Körper und begleitet einen, bis man dieses Arreal wieder verläßt.
Am See angekommen ist es ganz anders. Die Luft ist unglaublich klar, genauso wie der See, der ganz ruhig da liegt.
Ein paar Wasservögel tummeln sich in aller Ruhe hier und Algen säumen das Ufer. Das Grün von der anderen Uferseite spiegelt sich im Wasser, der Himmel ist blau und die Sonne scheint. Hier läßt es sich sehr gut aushalten und entspannen.
Eile und Hektik oder gar Lärm sind fehl am Platze. Welch ein schöner Start in den Tag!
Es sind wie schon in der ganzen Woche um diese Tageszeit sehr viele Walker unterwegs. Oftmals in Gruppen walkend und schwatzend scheinen sie kaum einen Blick für diese Schönheit der Natur zu haben. Ich bleibe immer wieder mal stehen, genieße diesen Augenblick, mache hier und da ein Foto und trabe gemächlich weiter.
Ich bin froh, dass ich noch frei habe. Später am Nachmittag dürfte es hier schon wieder ganz anders aussehen. Doch schon bald ist meine Runde fast schon wieder vorbei. Nur noch einmal über den holprigen Weg, wo sich die kleinen Nebelschwaden mittlerweile gänzlich der Sonne ergeben haben. Dann noch einmal durch den Wald, wo die Sonnenstrahlen durch die vielen Bäume immer wieder ihren Weg finden.
Dann ist meine heutige morgendliche Runde auch schon wieder Geschichte. Das Leben kann so schön sein ohne Arbeit!
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