Artikel teilen! Durch den Regen: Die ganze Woche schon bläst ein ordentlicher Wind, ja an manchen Tagen sogar sehr, sehr stürmisch und es vergeht kein Tag ohne ...
Die ganze Woche schon bläst ein ordentlicher Wind, ja an manchen Tagen sogar sehr, sehr stürmisch und es vergeht kein Tag ohne viel Regen. Heute Nacht hörte ich den permanenten nicht aufhörenden Regen. Immerzu regnete es dicke Bindfäden vom Himmel.
Früh stand ich auf, vollzog mein übliches Ritual und stand dann irgendwann in sämtlichen Laufklamotten incl. Garmin und gefüllten Rucksack auf dem Balkon und sah mir das Naturschauspiel in Form von heftigstem Regen an. In mir arbeitete es. Soll ich da wrklich raus und dann auch noch für einen längeren Lauf? Ist das nicht arg verrückt? Naja, aber wegen Regen gleich ganz Zuhause bleiben wollte ich auch nicht. Also machte ich mich auf den Weg. Mal sehen, wie weit ich heute so komme.
Es war noch stockduster draußen und ich war froh über die Laternen, die die Straßen beleuchteten. Den Weg durch den dunklen Wald mied ich heute und auch den direkten Weg am See entlang ließ ich heute mal weg. Ich bevorzugte lieber gut befestigte Straßen, die vor allem durch die Laternen gut ausgeleuchtet waren. Erst später am Schwimmbad bog ich zum See ab. Es regnete noch immer heftige Bindfäden ohne Unterbrechung vom Himmel. Aber mir ging es trotzdem gut dabei. Mir tat nichts weh, mir war nicht kalt und auch sonst fehlte es mir an nichts, was mein Wohlbefinden beeinträchtigen konnte. Nur fand ich, dass das was ich gerade tat und auch noch eine ganze Weile weiter machen wollte doch mal wieder etwas verrückt. Doch wenn es normal wäre, wäre es längst nicht so reizvoll. Also lief ich weiter meines Weges.
Als ich oben in den Feldern ankam, änderte sich meine Stimmung schlagartig. Die Weite dieses Arreals, die Ruhe, die es ausstrahlt, verfehlte seine Wirkung nicht. Sogleich versank ich in eine Traumwelt. Da war es auf einmal egal, ob es regnete oder nicht. Da war nur noch das Laufen, das Wohlfühlen, meine Gedanken ganz weit weg von hier und Genuß pur. Langsam wurde es hell da draußen, was man bei dieser Witterung als hell bezeichnen kann. Es ist ein Tag, wo man in der Wohnung den ganzen Tag das künstliche Licht benötigt. Dennoch, es wurde heller, war nicht mehr ganz so stockduster. Die asphaltierten Wege waren an manchen Stellen mit so großen Pfützen versehen, dass es keine Chance gab, ihnen auszuweichen. Ich lief mittendurch, die Füße wurden nass und kühl. Ich hörte einige Vögel zwitschern und dass, obwohl wir doch Januar haben. Zu Beginn kam der Wind, der heute nicht ganz so heftig blies, meist von vorne.
Unterwegs dachte ich oft an andere Streakrunner, die das Laufen bei solch einer Witterung lieben. Ich dachte an Elkli, an Marcus, an Petra... Irgendwie fühle ich mich mit ihnen an solchen Tagen viel mehr verbunden als normal. Ich weiß, heute werden sich viele Täglichläufer dieser Witterung stellen und ihren Spaß dran finden. Auch ich laufe und laufe und laufe und zwar genauso weit, wie ich es mir vorher vorgestellt habe. Ich laufe langsam und bedächtig, will meine Kräfte einteilen, genieße das Ambiente um mich herum, die Weite der Felder, die hohen Bäume mittendrin, laufe am Schwafheimer Meer vorbei, wo mittendrin kahle Kopfweiden stehen. Das ist so typisch Niederrhein, so wie es hier ist und wie ich es mag. Mir kommte kein Mensch entgegen, kein Walker, Läufer, Hundeführer, niemand. Nur ab und zu braust mal ein Auto an mir vorbei. Und mittlerweile schiebt mich der Wind von hinten an.
Irgendwann führt mich mein Weg dann doch wieder nach Hause. Diesmal laufe ich direkt am See entlang, es ist ja mittlerweile hellichter Tag geworden. Der Regen hat zwischenzeitlich ein wenig nach gelassen, manchmal scheint es sogar für einen Moment aufzuklaren.
Den Wald lasse ich auch auf dem Rückweg aus, wähle lieber die Straße. Nach 18,7 km komme ich wieder Zuhause an. Ich bin froh, dass ich mich aufgerafft habe. Es war unterwegs kein Problem da, schon mal gar nicht wegen des Wetters. Es war halt nur einzig am Anfang die Überwindung von der geschützten Wohnung raus in die rauhe Welt da draußen. Aber hat man das geschafft, gibt es keinen Grund mehr, sich vom eigentlichen Vorhaben abhalten zu lassen.
Schon mal gar nicht an meinem 365. Täglichlauftag meiner vor einem Jahr begonnenen neuen Serie. Es ist vollbracht. Ein Jahr Täglichlaufen ohne Pause ist nun wieder geschafft.
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auch hier herzlichen Glückwunsch zu wiederum ein Jahr täglich Laufen.
Ja, Regenläufe sind einfach etwas Schönes.
Viel Freude und Gesundheit weiterhin.
Und hoffentlich mal wieder ein gemeinsames Läufle.
Liebe Grüße
Erika
Hallo Erika,
dankeschön! Ja, hat man sich einmal überwunden, macht es Spaß.
Auch Dir wünsche ich viel Freude und Spaß bei Deinen täglichen Läufen. Gegen ein neuerliches Erlebnis des gemeinsamen Laufes hätte ich nichts einzuwenden. Es war wirklich sehr schön, mit Dir am Teltowkanal zu laufen.
Liebe Grüße
Kornelia
herzlichen Glückwunsch zu einem Jahr Täglichlaufen und zwar erneut! Du hast den Tag würdig mit einem längeren Lauf begangen. Das es heftig regnete, ich kann es bestätigen, rundet die Sache doch eher positiv ab. Denn so ein Jahr geht nicht ohne wechselnde Umstände vorbei. Es ist ein auf und ab; jedenfalls erlebe ich es so. Wobei ich allerdings über einen solch langen Zeitraum noch nicht ohne Unterbrechung gelaufen bin. Freue Dich, Du kannst stolz auf diese Leistung sein.
Ein schönes Wochenende und liebe Grüße
Dietmar
Lieber Dietmar,
dankeschön! Ich hätte heute auch ohne Jubiläum einen längeren lauf gemacht. Aber sogar der Himmel war begeistert und schickte mir ettliche nasse Grüße.
Nein, Täglichlaufen ist nicht einfach, jeden Tag anders und bringt manchmal Unannehmlichkeiten mit sich, mit denen man nicht immer rechnet. Aber das macht den Reiz aus. Du wirst ja auch bald Dein Täglichlauf-Jahresjubiläum feiern können.
Dir auch ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße
Kornelia
ich gratuliere Dir herzlich zu einem Jahr Täglichlaufen. Ja, das ist ein besonderer Tag und wie man an dem Wetter sehen durfte, sahen die Witterungsverhältnisse das ähnlich und sorgten mit herrlichem Regen dafür, daß dieser Tag zu einem besonderen Genuß für Dich wurde.
Ich hatte ebenfalls herrlichen Regen und habe es nicht minder genossen, wenngleich ich kein Jubiläum absolvieren durfte – so wie Du. Du hast ein Jahr geschafft und bist hoffentlich – bei aller Natürlichkeit – besonders stolz auf Dich. Was Du mit Recht sein darfst.
Ich wünsche Dir von Herzen, daß Du Dein Täglichlaufen so lange praktizieren wirst, wie Du es selbst willst und entsprechend möge die Gesundheit Dein treuer Begleiter sein.
Genieße die besondere Gnade des Täglichlaufens, es ist ein wahres Geschenk und ein sehr exponierter Weg – bei aller Natürlichkeit.
Liebe Grüße
Marcus
Lieber Marcus,
dankeschön! Stimmt auch der Himmel hat dem Ganzen seinen besonderen Gruß gegeben. Dennoch mußte ich mich zunächst überwinden. Danach war es aber wunderbar.
Das ist aber selten, dass wir gemeinsam einen Regenlauf absolvieren können. Kann man auch ohne Jubiläum genießen. Ja, ein wenig stolz bin ich schon.
Ich danke Dir! Ich werde jeden Tag versuchen, in den Genuß zu kommen.
Dir auch alles Gute und ein schönes Wochenende.
Liebe Grüße
Kornelia
Als Nicht-Täglich-Läuferin habe ich genau die gleichen Empfindungen beim Laufen wie du, manchmal könnte man meinen, dass nur Täglichläufer in diesen Genuss kämen, aber auch Läuferinnen wie ich, die im Laufe der Jahre die Welt dreimal umrundet hätten, erleben diese Läufe in der gleichen Intensität !
Ja, man kann mit wenig sehr zufrieden sein.
Früher, als ich noch nicht jeden Tag gelaufen bin, hätte ich vielleicht bei so einem Wetter den Rückzug gehalten und wäre evtl. nicht gelaufen. Das hat sich mit meinem Täglichlaufen geändert. Ich weiß, ich war früher mit meinem Verhalten nicht alleine. Wenn das bei Dir nicht so ist, ist das doch toll! Es gibt genügend Läufer, die laufen wirklich bei jedem Wetter. Ich habe früher nicht dazu gehört.
An mich hast Du nicht gedacht? :-(, :-)
Auch hier nochmals herzlichen Glückwunsch zum 365.
Liebe Grüße
Frank
Danke.
Klar, habe ich auch an Dich gedacht, wie Du Elkli von Hamburg nach Bremen begleitet hast, wo die Witterungsbedingungen nicht einfach waren.
Danke.
Liebe Grüße
Kornelia
deine wunderbaren Zeilen über deinen Jubellauf habe ich mit Freude gelesen. Ist schon wieder ein Jahr vergangen? Es ist so toll, wie dich das tägliche Laufen (positiv) verändert hat...
Mir ging es heute ebenso wie dir: Draussen ist alles dunkel, es regnet und ich überlege, ob ich meinen geplanten längeren Lauf doch abkürze... Aber dann bin ich draußen, laufe durch den Wald, durch Matsch und Regen, denke an die vielen anderen Streakrunner und laufe immer weiter, bis ich die 20km Marke überschritten habe. Und es war megatoll!
Ich wünsche dir noch viele schöne tägliche Läufe!
Viele liebe Grüße
Petra
Liebe Petra,
Ja, so schnell vergeht ein Jahr.
Es kostet bei solchen Bedingungen doch etwas Überwindung, sich da raus zu trauen. Doch dann stellt man fest, dass es eigentlich egal ist. Aber interessant zu sehen, dass es nicht nur mir so geht. Freut mich sehr, dass Du so ein schönes Lauferlebnis hattest.
Ich wünsche Dir ebenfalls noch viele schöne tägliche Läufe!
Liebe Grüße
Kornelia