Saturday, 1. october 2011 6 01 /10 /Okt. /2011 10:52

Es ist hier längst kein Geheimnis mehr, dass ich die Morgenläufe ganz besonders gerne mag. Gerade jetzt, wo wir von Petrus so verwöhnt werden sowieso. Heute sollte es mal wieder ein längerer Lauf werden.

 

Noch als es draußen dunkel war, begann ich mit meinen Vorbereitungen dafür: Frühstück einnehmen, Gymnastikprogramm durchziehen, Laufsachen anziehen und los. Es war noch immer nicht richtig hell, doch die ersten Sonnenstrahlen suchten ihren Weg durch die dichten Bäume. Es war herrlich kühl und an manchen Stellen auch wieder ganz leicht nebelig und feucht.

 

Mein Weg führte mich heute mal zum Rhein, erst ein Stück durch die Grünanlage, dann durch den Volkspark, mitten durch die City von Rheinhausen und dann über die Deichstraße schließlich auf den Damm am Deich. Hier gibt es riesengroße Wiesen und Rheinauen, die zu Hochwasserzeiten überschwemmt werden und die Wohngebiete vor den Wassermassen schützen.

 

Meine Beine liefen heute locker und leicht, ich fühlte mich gut und es gab keinerlei Probleme. Oben auf dem Deichkamm waren einige mit ihren Hunden unterwegs. Selten war nur ein Mensch mit einem einzigen Hund unterwegs. Viele hatte zwei, drei oder noch mehr Hunde dabei. Sie waren zum Teil ziemlich groß, aber friedlich und gelassen, als ich an ihnen vorbei trabte. Ja, so ist es recht, so kommen wir miteinander klar. Die Sonne, die nun immer höher stieg, schien von links und leicht hinten. Ich lief bis zur Autobahnbrücke (A40), dann begann der Leinpfad und ein Stück Industriekultur. Der Weg war nun mal gut und mal nicht ganz so gut gepflastert. An einer Stelle war ein großes Containerschiff angedockt und wurde mit einem Wasserschlauch gereinigt. Mittlerweile sind diese Containerschiffe wirklich riesengroß geworden. Ich versuchte mir vorzustellen, wie man wohl früher die Schiffe mit Hilfe von Leinen und Tauen und vermutlich Pferden oder anderen Zugtieren hier entlang zog. Es muss eine wirklich sehr schwere Arbeit gewesen sein.

 

Schon bald hatte der Leinpfad sein Ende und ich musste zur Ruhrorter Brücke hoch, um diese zu überqueren. Auf der anderen Straßenseite ging ein Weg wieder runter zu wieder einmal riesengroßen Rheinauen mit Wald und Grün und einer Ruhe, die sehr wohltuend war. Noch eher ein weiterer km gelaufen war, meine Beine fühlten sich noch immer gut an, lag hier eine große Schafherde. Die meisten Tiere lagen noch ruhig da, es gab hier auch ausreichend Schatten. Ich lief noch ein Stück den holprigen Weg durch die Rheinwiesen und hatte dann auch schon bald bei ca. 11 1/2 km kurz vor Du-Baerl die Hälfte meiner heutigen Strecke erreicht.

 

Ich kehrte um und lief die gleiche Strecke wieder zurück. Nun hatte ich jedoch häufig die Sonne frontal in meinem Gesicht, die Sicht war teilweise dadurch eingeschränkt. Doch heiß war es nicht, sondern gut auszuhalten. Läuft man am Rhein entlang, dem breiten großen Fluß, dann muten die großen Brücken fast schon majestätisch an, wenn man sie von weitem sieht. Nur wenn man ihnen näher kommt und der Lärm der Straßen immer lauter wird, bleibt vom majestätischen nicht mehr viel übrig. Noch einmal über den Deich bis zur Rheinstraße und dann durch den Volkspark wieder nach Hause. Ich bin erstaunt, wie leicht und locker ich die von meinem Garmin angezeigten 23,57 km mittlerweile laufe. 2:58 h war ich heute unterwegs und es hat mal wieder viel Spaß gemacht. :)

von Kornelia - veröffentlicht in: Laufend durch die Jahreszeiten - Community: Laufen
Kommentar hinzufügen - Kommentare (5)ansehen
Zurück zur Startseite

Über diesen Blog

Neueste Kommentare

Kalender

June 2012
M T W T F S S
        1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30  
<< < > >>
Erstellen Sie einen Blog auf OverBlog - Kontakt - Nutzungsbedingungen - Werbung - Missbrauch melden - Impressum - Artikel mit den meisten Kommentaren