Tuesday, 15. march 2011 2 15 /03 /März /2011 17:00

Die Sonne scheint, der Himmel ist blau und am Nachmittag haben wir hier heute Temperaturen von 18 - 19 Grad. Endlich hole ich zum Laufen die kurze Hose und das kurzärmelige Shirt heraus. Das ist die Premiere für dieses Jahr und es ist viel früher als im letzten Jahr.

 

Frau zeigt nun wieder mehr Haut. Doch die Arme und Beine sind so was von käseweiß, sieht überhaupt nicht schön aus. Aber dagegen hilft eben nur eins. Raus aus den vier Wänden und rein in die Natur. Die ersten Schritte fühlen sich sogleich viel befreiter und besser an also zuvor. Es fühlt sich vertraut an und doch irgendwie wie neu. Unter diesen Bedingungen läuft es sich heute besonders gut.

 

In der Sonne ist es richtig schön warm. Am See ist na klar, wie nicht anders zu erwarten, jede Menge los. Ich habe schon lange nicht mehr so viele Autos am Straßenrand dort parken sehen. Doch das Slalomlaufen hielt sich in für mich gut erträglichen Grenzen. Sogleich sind wieder viel mehr Jogger zu sehen. Ich sehe Gesichter, die mir fremd sind, die sonst die ganze Zeit nicht zu sehen waren. Sie haben auch ein ganz anderes Tempo drauf, die rennen richtig, während ich gemütlich da lang laufe.

 

An den Bäumen und Sträuchern rechts und links des Wege sieht man nun endlich das erste zarte Grün sprießen, hier und da Knospen. Die Natur hat ihren Winterschlaf beendet und entfaltet nun ihre ganze große neue Kraft. Auf dem See, vor allem auf der von Menschen nicht begehbaren Vogelinsel ist das Gegacker ziemlich laut. Heute ist richtig was los am See. Auf dem Stück Straße, den sich motorisierte und nicht motorisierte teilen müssen, sehe ich aber leider auch den ein paar platt gefahrene Frösche. Warum kann man diesen Teil nicht einfach für den motorisierten Verkehr sperren? Gerade jetzt brauchen diese Tiere doch besonderen Schutz!

 

Weil mir das Laufen heute besonders viel Spaß macht, biege ich unter der Bahnlinie nun auch noch zum Binsenteich. Dieser ist viel weniger belebt und ruhiger. Er ist aber auch recht klein, so dass ich bald schon wieder auf meiner angestammten vertrauten Runde bin.

 

Ich schwitze heute gleich wieder ein paar Schweißtropfen mehr als all die vielen Wochen und Monate zuvor. Doch das stört mich nicht. Ich genieße den heutigen Lauf bei diesen angenehmen Bedingungen. So kann es gerne noch eine ganze Zeit bleiben.

von Kornelia - veröffentlicht in: Laufend durch die Jahreszeiten - Community: Laufen
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Thursday, 10. march 2011 4 10 /03 /März /2011 16:32

Leicht und locker wollen wir täglich laufen. Kraftvoll oder fast als würden wir schweben, so leicht und locker. Die Beine laufen von alleine und es bereitet keinerlei Mühe. Der Takt der Beine, des Atems, des Pulses, alles ist in sich stimmig und harmonisch, so wünscht man sich das Laufen.

 

 Die Gedanken weit ab von allem gehen auf ihre eigene unbestimmte Reise. Es ist egal ob es regnet, stürmt oder die Sonne scheint, ob es kalt ist oder warm. Hauptsache locker und leicht  laufen, das  wollen wir.

 

Der Blick sucht das Grüne, das Wasser, den Himmel, die Tiere. Die Ohren hören kaum die eigenen Schritte, nehmen fast schon unbewußt das Zwitschern der Vögel und Gackern der Enten und Gänse wahr. Es fühlt sich so komplett anders an als der Rest des Tages, so einfach und so leicht.

 

Kein Stress, kein Muss, kein Drängen, keine Eile, kein Unwohlsein, nur die pure Leichtigkeit des Augenblickes. Sich die Zeit nehmen für diesen besonderen Moment, Tag für Tag, immer wieder sich die Zeit nehmen, um sich selber etwas Gutes zu tun, bei sich zu sein, die Gedanken zu ordnen, innerlich zur Ruhe zu kommen, die Leichtigkeit des Augenblickes zu genießen, Stress und Sorgen von sich abfallen lassen und sich Kraft holen für das, was danach kommt.

 

Laufen so wie man sich täglich die Zähne putzt, sich schlafen legt, isst und trinkt. Es ist so natürlich und so einfach und so schön.

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Sunday, 6. march 2011 7 06 /03 /März /2011 09:58

Die neue Küche ist bestellt. Meine erste richtig schöne Einbauküche wird es werden, auf die ich mich jetzt schon sehr freue. Auch der Rest der Planungen für die neue Wohnung läuft auf Hochtouren. In meinem Kopf paßt schon bald nichts anderes mehr rein, als all die vielen Dinge, die zum Umzug dazu gehören. Mir macht das Spaß, alles der Reihe nach anzugehen und anzuleiern. Es hat seinen Vorteil, wenn man auf sich alleine angewiesen ist. Keiner redet einem rein und ich kann alles so gestalten, wie es mir passt.  Irgendwie werde ich das Alles schon hinkriegen, denke ich.

 

Gestern morgen war eigentlich ein Lauf so um die 20 km vorgesehen. Doch als ich wach wurde, war mir überhaupt nicht nach einem 2 1/2 Stunden-Lauf. Es war mal wieder frostig und es fiel sogar leichter Schneegriesel vom Himmel. Die Sonne wollte sich so schnell auch nicht blicken lassen. Ein Blick in die Zeitung verriet, dass es in den nächsten Tagen wieder besser werden sollte. Also wurde es gestern kein langer Lauf, sondern eine kleine Runde um den See.

 

Heute sollte dann  der lange Lauf starten. Es war wieder frostig kalt heute morgen. Doch der Himmel war klar und die Sonne wirde sich heute wieder zeigen, das war klar. Dennoch war der Kopf nicht bereit für den geplanten langen Lauf.

Ich machte mich startklar, nahm auch meinen Trinkrucksack mit und lief los. Es muss ja nicht die ganz große Runde werden. Nach den ersten Schritten draußen zog ich die vorsorglich eingesteckten Handschuhe und Mütze an. Es war doch wirklich ziemlich kalt. Und hier in den Straßen, wo rechts und links die Häuser stehen, hatte die Sonne noch keine Chance.

 

Am See angekommen gab er wieder dieses schöne Bild ab. Blauer Himmel, ruhiges blaues Wasser, viele Enten, Schwäne und Gänse tummelten sich da und es waren auch schon einige Walker, Läufer und Hundeführer unterwegs.

Später in den Feldern kam die Sonne dann ungehindert durch. Was taten diese angenehm wärmenden Sonnenstrahlen doch gut. Da war wirklich kein Wölkchen am Himmel zu sehen, nur blauer Himmel und die Sonne so richtig schön.  Die Vögel zwitscherten pausenlos in voller Lautstärke und ich war weit und breit alleine auf weiter Flur. Ja, so macht das Laufen Spaß. Allerdings waren auch die Bauern in den letzten Tagen aktiv. Sie hatten Dung auf den Feldern verstreut und der Geruch bohrte sich in meine Nase, frische Landluft eben. 

 

Die ganz große Runde wurde es diesmal nicht. Ich hörte auf mein Bauchgefühl, was für die große Runde an diesem Wochenende irgendwie nicht bereit war. Laufen soll mir Spaß machen und ich will mich nicht quälen dabei sondern wohl fühlen dabei. Irgendwann wird mich die Lust auf mehr schon wieder packen und dann wird es vielleicht auch wieder eine größere Runde werden.

 

Am See wieder angekommen, wählte ich den etwas weiteren Weg drum herum bis zu mir nach Hause. Am Ende sind 14,85 km herausgekommen.

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Tuesday, 1. march 2011 2 01 /03 /März /2011 17:07

Der neue Mietvertrag ist unterschrieben. Im Mai geht es los mit Renovieren, Sachen packen und umziehen.  Bis dahin ist zwar noch eine Weile hin. Aber spätestens am Wochenende werde ich die ersten Möbelhäuser aufsuchen. Darauf freue ich mich schon.

 

Jetzt ist der Februar vorbei und der März hat seinen ersten Tag. Er beginnt freundlich mit Sonnenschein und etwas diesigem Himmel. Es ist noch recht frisch mit 8 Grad und einem kühlen Wind. Trotzdem fühlt es sich total nach Frühling da draußen an. Die Tage werden nun wieder früher hell und später wieder dunkel. Hier und da haben die Bauern ihre Felder frisch gedungt. Das Konzert der vielen Vögel ist vor allem am frühen Morgen nicht mehr zu überhören. Den Bäumen und Sträuchern sieht man an, dass sie bald ihr frisches Grün sprießen lassen werden. Auch die Wiesen sehen wieder grüner aus und nicht mehr so fad und grau.  Für mich ist das immer wieder die schönste Jahreszeit. Es ist jedesmals wie eine Befreiung, wenn es nicht mehr so kalt und dunkel ist.

 

Es tut gut, sich zum Laufen nicht mehr ganz so dick anziehen zu müssen. Es läuft sich so um einiges leichter und irgendwie freier. Es ist ein angenehmes Laufen. Die Enten und Gänse hört man überall rund um den See laut gackern, gesehen habe ich sie heute weniger.  Mittendrin ist eine kleine Vogelinsel. Von dort hört man sie ganz besonders. Es ist immer so friedlich und freundlich, wenn ich hier langlaufe, immer wieder eine Wohltat für Körper und Seele. Einmal kam ich an einem Rabenvogel vorbei, der auf der Wiese rumpickte. Er sah nicht einmal auf, als ich an ihn vorbei lief und flog auch nicht weg.  Viele Läufer waren unterwegs. Manche grüßen freundlich, andere starren stumm und gedankenverloren vor sich hin. Läufer sind irgendwie auch Träumer. Manchmal sieht man es ihnen auch an, wie sie da so langlaufen und mit den Gedanken ganz woanders sind.  Jeder der läuft, wird das nachvollziehen können.

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Saturday, 26. february 2011 6 26 /02 /Feb. /2011 10:57

Dieses Gedicht habe in der heutigen Tageszeitung gefunden:

 

Es kann die Ehre dieser Welt

Dir keine Ehre geben,

Was Dich in Wahrheit hebt und hält,

Muss in Dir selber leben.

Wenn's Deinem Innersten gebricht

An echten Stolzes Stütze,

Ob dann die Welt Dir Beifall spricht,

ist all Dir wenig nütze.

Das flücht'ge Lob, des Tages Ruhm

magst Du dem Eitlen gönnen;

Das aber sei Dein Heiligtum:

Vor Dir bestehen können.

 

Theodor Fontane

 

 

 

Es gefällt mir gut und paßt auch zu meiner Form des Täglichlaufens.

Ich laufe für mich und niemanden andern. Ich laufe nicht schnell und auch nicht außergewöhnlich weit. Doch das ist alles nicht so wichtig. Wichtig ist mir, dass ich mich wohlfühle dabei.

 

Bei nun wieder 7 - 8 Grad und grau in grau fühlt es sich richtig warm an. Die ganz warmen Klamotten bleiben nun wieder im Schrank, etwas Dünneres ist angesagt. Heute war mal die 14-km-Runde durch die Schwafheimer Felder angesagt. Meine Beine kannten diesmal keine Bremse. Sie liefen leicht und locker und eigentlich viel zu schnell für diese Runde. Aber irgendwie ging es nicht anders. Zum Ende der Runde spürte ich aber schon, dass ich einen Tick zu schnell unterwegs war. Meine Kräfte schwanden merklich. Aber ich hatte keine Lust, langsamer zu laufen.

 

Allerlei Gedanken gingen mir durch den Kopf. Gestern konnte ich endlich die mir angebotene  Wohnung ansehen. Schön ist sie mit tollen Parkettboden in Diele und Wohnzimmer, einem geräumigen Schlafzimmer, Balkon, einem etwas kleinem Esszimmer mit dahinterliegender Küche und Kinderzimmer. WC und Badezimmer sind in getrennten Räumen ziemlich klein, aber noch recht neu. Eine Wohnung, die mir sehr zusagt und ich weiß, dass auch der Bauverein davon ausgeht, dass ich die Wohnung nehmen werde. Am Montag wird drüber geredet und danach ist hoffentlich alles klar.

Die Lage gefällt mir ebenfalls. Sie ist nicht weit von meinem Laufgebiet dem Töppersee entfernt. Den Wasserturm, den man oben auf dem Eingangsbild sehen kann, kann ich dann von der neuen Wohnung in voller Größe sehen, ist ca. 150 - 200 m entfernt.

 

Es wird sicher viel Arbeit auf mich zukommen. Doch ich freue mich auf etwas Neues und darauf, hier herauszukommen. Ich glaube, die Zeit ist längst reif dafür.

von Kornelia - veröffentlicht in: Laufend durch die Jahreszeiten - Community: Laufen
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