Nun bin ich in meinem neuen Heim mit Sack und Pack. Es war, wie nicht anders zu erwarten, eine aufregende Woche. Ein negativer Höhepunkt war am Dienstag, als endlich nach massivem Druck von mir die beiden Kellerräume mit Hilfe eines Handwerkers geöffnet wurden. Was ich da sah, verschlug mir die Sprache. Beide Räume waren komplett zugemüllt. Nicht eine Fußspitze konnte man reinsetzen, ohne mit Müll in Berührung zu kommen. Durch die kleinen Fensterluken drang kaum Licht, das künstliche ist sowieso kaputt. Unglaublich, was es alles gibt!
Wieder wollte sich die Hausverwaltung mit der Entrümpelung Zeit lassen. Doch mein Vater drohte mit dem WDR und ruckzuck stand am nächsten Tag doch eine Entrümpelungsfirma vor der Türe. Ein Möbelwagen wurde fast halb gefüllt mit all dem Unrat. Unglaublich! Ich habe so etwas zuvor noch nie gesehen und vor allem auch nicht gerochen. Ich war im Zwiespalt mit meinen Gefühlen: Was ist das für ein Mensch, der so etwas hinterläßt! Muss ich sauer sein oder gar Mitleid mit der Frau haben ?!
Dann war der Tag des Umzugs. Dieser verlief erstaunlich entspannt und problemlos. Da kamen kräftige Männer, die so etwas jeden Tag machen. Da sitzt jeder Handgriff, da ist keine Hektikt, sie waren sehr freundlich und jeder Wunsch von mir wurde erfüllt. Nach ca. 5 Stunden incl. einer ausgiebigen Frühstückspause war alles in der neuen Wohnung angekommen. Freilich bis alles seine rechte Ordnung findet, wird es noch eine Weile dauern. Die Küche kommt erst nächste Woche und all die vielen Kartons brauchen ihre Zeit, bis sie wieder ausgepackt sind. Ich mache mir aber keinen Stress damit, sondern will es ruhig angehen lassen.
Meine ersten Läufe vom neuen Heim aus zum See liegen bereits hinter mir. Welch ein Unterschied!
Zuvor führte mich mein Weg über eine Hauptstraße lang, dann durch ein nicht gerade schmuckes Wohngebiet und dann wieder an einre stark befahrenen Hauptstraße. Nicht gerade schön war das.
Und nun biege ich nach ca. 100 m direkt in den Waldweg am Wasserturm ein. Der Waldweg ist breit und gut ausgebaut, sehr angenehm zu laufen. Durch die vielen Bäume dringen angenehme Sonnenstrahlen. Die Luft ist sooo angenehm zu atmen, mich umgibt ein Vogelkonzert, wie selten zuvor und hier und da säumen Kaninchen meinen Weg. Ist das schööön hier. Dann überquere ich eine nicht zu unterschätzende Hauptverkehrsstraße, um dann über einen holprigen Weg zum Töppersee zu gelangen. Nur wenig Asphalt liegt auf diesem Weg, eine Wohltat für meine Füße und auch für den ganzen Körper und die Seele.
Es geht allerdings auch ein wenig auf und ab. Der Wasserturm liegt an der höchsten Stelle von Rheinhausen (37 m über NN) und der Töppersee liegt tiefer.
Von der vielen Rennerei treppauf und -ab und all dem anderen Stress bin ich heute noch ein wenig müde. Aber das wird sich geben.
Meine beiden Freunde haben ihren ersten Freiflug gerade mit großer und vor allem lautstarker Begeisterung vollbracht. Allmählich kommen wir an in unserem neuen Zuhause.
Sobald ich bei all den vielen noch gefüllten Kartons auf meine Kamera stoße, werde ich mal ein paar Aufnahmen machen, um sie dann hier zu zeigen.
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